Streit um Bäume auf Hoeneß-Grundstück landet vor Gericht
Ein Nachbarschaftsstreit um zwei neu gesetzte Bäume auf dem Grundstück von Uli Hoeneß in Bad Wiessee beschäftigt das Landgericht München II. Ein Anwohner fordert in einem Zivilverfahren, dass der 74-Jährige die Bäume entfernen lässt. Außerdem soll Hoeneß per Eilantrag daran gehindert werden, auf dem betroffenen Teil seines Grundstücks weitere Pflanzen zu setzen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.
Entscheidung im September
Eine außergerichtliche Einigung kam nach Angaben des Gerichts nicht zustande. Deshalb wurde der 24. September als Termin für die Verkündung der Entscheidung festgesetzt.
Der Kläger argumentiert, die neuen Bäume versperrten die Aussicht und würden dadurch den Wert seines Grundstücks mindern. Die Seite von Hoeneß weist das laut ihrem Anwalt zurück. Demnach sei die Sicht ohnehin bereits durch einen Hügel eingeschränkt. Die Gegenseite wollte sich auf Anfrage zunächst nicht äußern.
Verweis auf Grunddienstbarkeit
Grundlage des Antrags ist nach Gerichtsangaben eine sogenannte Grunddienstbarkeit aus dem Jahr 1975, die auf dem betroffenen Teil von Hoeneß’ Grundstück lastet. Dabei handelt es sich um ein im Grundbuch eingetragenes Recht zugunsten eines anderen Grundstücks. Solche Regelungen können etwa Wegerechte, Baugrenzen oder auch Vorgaben zur Bepflanzung betreffen.
Ersatz für maroden Baum
Auf dem fraglichen Grundstücksabschnitt stehen bereits ältere Bäume. Einer davon soll jedoch krank oder beschädigt sein und gefällt werden müssen. Die zwei neuen Bäume seien deshalb als Ersatz gepflanzt worden. Vor dem Landgericht wird der Fall verhandelt, weil der Streitwert mit mehr als 10.000 Euro angesetzt wurde.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber