Auf einem Campingplatz im französischen Grostenquin nahe der deutschen Grenze ist ein eineinhalb Jahre altes Mädchen aus Stuttgart bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Sarreguemines wollte der 45-jährige Vater seinen Geländewagen auf dem Gelände umparken. Dabei erfasste das Fahrzeug offenbar versehentlich seine Tochter.
Zunächst sollen die Kinder der Familie – zwei vierjährige Zwillingsjungen sowie ein siebenjähriger Bruder – vom Auto ferngehalten worden sein. Aus bislang ungeklärten Gründen gelangten sie dann doch in die Nähe des Wagens. Das Mädchen wurde dabei vom Fahrzeug erfasst. Die Mutter befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem Bungalow, in dem die Familie untergebracht werden sollte.
Unglück kurz nach der Ankunft
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, ergab ein Test beim Fahrer keinerlei Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz und versuchten noch, das Kind wiederzubeleben – jedoch ohne Erfolg. Für die betroffene Familie aus Deutschland wurde psychologische Unterstützung organisiert.
Medienberichten zufolge ereignete sich der Unfall am Mittwochnachmittag kurz nach der Ankunft der Familie im Eingangsbereich des Campingplatzes nahe Saarbrücken. Demnach hatte die Familie darum gebeten, in einem anderen Bungalow als ursprünglich vorgesehen untergebracht zu werden. Der Vater wollte das Auto dem Bericht zufolge umparken, um den Wagen näher an der neuen Unterkunft abzustellen.
Wie es genau zu dem Vorfall kam, ist nun Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber