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Wunder nach Beben: Kleinkinder in Venezuela lebend geborgen

Wettlauf gegen die Zeit in Venezuela: Retter finden nach dem Beben Überlebende unter Trümmern – doch jede Minute zählt.

25.06.2026, 18:54 Uhr

Rettungskräfte in Venezuela suchen nach den schweren Erdbeben mit Hochdruck weiter nach Überlebenden in den Trümmern. Trotz der dramatischen Lage gibt es weiterhin Hoffnung: Bereits zahlreiche Menschen konnten lebend geborgen werden. Dazu zählen laut Fernsehberichten auch zwei verletzte Kleinkinder im Bundesstaat La Guaira. Ihre Mutter wird demnach noch vermisst.

Erfolgreiche Rettungen sorgen vielerorts für bewegende Szenen, wie Fernsehbilder zeigen: Nachbarn und Angehörige reagieren mit Applaus, wenn Verschüttete lebend gefunden werden. Nach vorläufigen offiziellen Angaben kamen bei den Beben der Stärken 7,2 und 7,5 mindestens 164 Menschen ums Leben, fast 1.000 wurden verletzt. Da noch viele Personen als vermisst gelten, dürfte die Zahl der Opfer weiter steigen. Besonders schwer getroffen wurde La Guaira an der Karibikküste, wo nach Angaben des Senders Globovisión mindestens 42 mehrstöckige Gebäude eingestürzt sind. In der Hauptstadt Caracas sollen rund zehn weitere Häuser kollabiert sein.

Bagger für die Rettungsarbeiten dringend gesucht

Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez appellierte an private Unternehmen, der Regierung Bagger für die Bergungsarbeiten zur Verfügung zu stellen beziehungsweise zu vermieten. Diese Maschinen würden für die Rettungseinsätze dringend gebraucht. Zugleich kündigte sie an, dass internationale Such- und Rettungsteams bereits auf dem Weg nach Venezuela seien, um bei der Suche nach Verschütteten zu helfen.

Nach Angaben des UN-Nothilfekoordinators Tom Fletcher koordiniert das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) den Einsatz der ausländischen Helfer. Das Team der Vereinten Nationen in Venezuela arbeite eng mit den Behörden zusammen, um die dringendsten Prioritäten festzulegen, erklärte Fletcher. Gleichzeitig werde mit Hochdruck geprüft, welche weitere Unterstützung nun erforderlich sei. Schon vor der Erdbebenkatastrophe waren in Venezuela fast acht Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Erdbeben in Venezuela
Mindestens knapp 1.000 Menschen wurden bei den Erdbeben verletzt. Quelle: Pedro Mattey/AP/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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