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Tödlicher Missbrauch: Waren mehr als zwei Täter dabei?

Frau stirbt nach schwerem Missbrauch in Österreich – nun rückt neben ihrem Mann womöglich ein viel größerer Täterkreis ins Visier.

10.09.2026, 12:57 Uhr

Ermittlungen nach Tod einer Frau in Österreich ausgeweitet

Nach dem Tod einer Frau in Österreich, die Opfer schwerer sexueller Gewalt geworden sein soll, befinden sich ihr 51-jähriger Ehemann und ein weiterer Verdächtiger in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft Wels mitteilte, richten sich die Ermittlungen inzwischen nicht mehr nur gegen diese beiden Männer. Derzeit werde geprüft, ob noch weitere Personen beteiligt gewesen sein könnten.

Dem Ehemann wird vorgeworfen, seine Frau im Juni so massiv missbraucht zu haben, dass sie an den Folgen starb. Nach Angaben der Justiz war die Frau stark alkoholisiert; Hinweise auf den Einsatz von Betäubungsmitteln gebe es bislang nicht.

Laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ soll der Mann sich bereits zuvor gemeinsam mit einem weiteren Verdächtigen an der Frau vergangen haben. Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass der zweite Beschuldigte die Vorwürfe eingeräumt habe, während der Ehemann dies nicht getan habe.

Chats deuten auf mögliche weitere Beteiligte hin

Nach Angaben der Ermittler war in der Nacht der tödlichen Tat offenbar auch ein dritter Mann erwartet worden, der jedoch nicht erschien. Zudem hätten Chatnachrichten zwischen den beiden Hauptverdächtigen den Verdacht aufkommen lassen, dass es möglicherweise noch weitere Täter gegeben haben könnte. Konkrete Belege dafür lägen bisher aber nicht vor.

Gegen den Ehemann wird wegen des Verdachts auf Missbrauch einer wehrlosen oder beeinträchtigten Person mit Todesfolge ermittelt. Die mutmaßlichen Taten des zweiten Mannes sollen sich bereits einige Stunden zuvor sowie bei einer früheren Gelegenheit ereignet haben. Für den Tod der Frau wird er nach aktuellem Stand zwar nicht verantwortlich gemacht, allerdings steht auch er unter Verdacht des Missbrauchs.

Der Fall erinnert in Teilen an den international bekannt gewordenen Prozess um Gisèle Pelicot in Frankreich. Sie war über Jahre hinweg von ihrem damaligen Ehemann mit Medikamenten betäubt, missbraucht und anderen Männern zu sexuellen Übergriffen angeboten worden. Ihr Ex-Mann sowie zahlreiche Mitangeklagte wurden später zu Haftstrafen verurteilt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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