Brand auf Frachtschiff in Qingdao: Mindestens 20 Tote
Bei einem Feuer auf einem Frachtschiff in der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao sind nach Angaben staatlicher Medien mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Am Abend Ortszeit wurden zudem noch fünf Personen vermisst. Insgesamt sollen sich 42 Menschen an Bord befunden haben.
Zwölf Menschen konnten gerettet werden. Fünf weitere Verletzte wurden dem Bericht zufolge in ein Krankenhaus gebracht.
Die Bergungs- und Rettungsarbeiten dauerten am frühen Abend weiterhin an, meldete das chinesische Staatsfernsehen. Auf einem veröffentlichten Foto war die unter liberianischer Flagge fahrende „Ocean Melody“ in einem Dock zu sehen, davor mehrere Feuerwehrfahrzeuge. Die Ursache des Brandes war zunächst noch nicht bekannt.
Zuvor hatten chinesische Staatsmedien berichtet, dass das ausländische Frachtschiff während Reparaturarbeiten in einer Werft am Vormittag Feuer gefangen habe. Das Unglück forderte demnach zahlreiche Opfer.
Staats- und Parteichef Xi Jinping ordnete laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua an, die Suche nach Vermissten und die Rettungsmaßnahmen mit Nachdruck voranzutreiben.
Xi äußert sich üblicherweise nur bei größeren Katastrophen öffentlich und verlangt dann, aus solchen Vorfällen Konsequenzen zu ziehen. Ähnliche Anweisungen hatte er zuletzt nach der tödlichen Sturzflut im Grenzgebiet zwischen der autonomen Region Tibet und Nepal gegeben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber