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Tödlicher Heli-Crash in der Everest-Region – was geschah?

Drama am Everest: Zwei Helis krachen vor der Landung zusammen – ein Tourist stirbt. Wie konnte es dazu kommen?

03.11.2026, 12:39 Uhr

Hubschrauber stoßen nahe Everest-Basislager zusammen

Nahe dem Everest-Base-Camp auf der nepalesischen Seite des Berges sind zwei Hubschrauber kurz vor dem Aufsetzen in der Luft kollidiert. Nach Angaben eines örtlichen Polizeivertreters kam dabei ein Tourist aus Indien ums Leben. Ein weiterer Passagier aus Neuseeland, der sich im selben Hubschrauber befand, wurde verletzt und in ein Krankenhaus nach Kathmandu geflogen. Die Piloten beider Maschinen konnten sich in Sicherheit bringen. Medienberichten zufolge erlitt auch einer der Piloten Verletzungen.

Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie die Rotorblätter eines Helikopters den Rumpf der anderen Maschine nur wenige Meter über dem Boden streifen. Beide Fluggeräte näherten sich dem Landeplatz aus entgegengesetzten Richtungen und wollten offenbar nahezu gleichzeitig auf einer schneebedeckten beziehungsweise vereisten Fläche landen. Nach dem Zusammenstoß blieben beide Hubschrauber schwer beschädigt am Boden zurück.

Der Unfall passierte in Pheriche, einem Ort auf 4.371 Metern Höhe, der als wichtiger Halt für Trekkingreisende und Alpinisten auf dem Weg zum Everest-Basislager gilt. Das Camp ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und zugleich Startpunkt für Expeditionen auf den mit 8.849 Metern höchsten Berg der Welt.

Die genaue Ursache der Kollision war zunächst nicht geklärt. Laut einem Bericht der Zeitung The Kathmandu Post könnte ein Missverständnis in der Kommunikation zwischen den Piloten zu dem Unglück geführt haben.

Streit um Helikopterflüge in der Everest-Region

Rund um Hubschrauberflüge im Everest-Gebiet gibt es seit Jahren Auseinandersetzungen. Wie die Zeitung berichtet, kritisieren lokale Gemeinden die zunehmende Zahl der Flüge und warnen vor Schäden für das sensible Ökosystem der Hochgebirgsregion. Betreiber und Befürworter verweisen dagegen auf die wirtschaftliche Bedeutung der kostspieligen Rundflüge für den Tourismus in Nepal.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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