Deutsche Seilbahnen mit starker Sommersaison
Deutschlands Seilbahnen sind längst nicht mehr nur für Wintersportgäste wichtig. Nach Angaben des Verbands Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte (VDS) verlief die Sommersaison 2026 ausgesprochen erfolgreich. Auch der Herbst entwickelte sich demnach solide, konkrete Zahlen lagen bei der Jahrestagung in Bischofsgrün im Landkreis Bayreuth aber noch nicht vor.
Getagt wurde im Fichtelgebirge am Ochsenkopf, wo die Seilbahnanlagen vor einigen Jahren vollständig modernisiert wurden. Der Verband wertete die beiden Bahnen dort als Beispiel dafür, wie Ganzjahrestourismus in Deutschland funktionieren kann. Aus einem früher stark auf den Wintersport ausgerichteten Standort sei über mehr als 50 Jahre ein vielseitiges Freizeitangebot für das ganze Jahr entstanden, das zudem zunehmend barrierearm sei.
Am Ochsenkopf investierte ein Zweckverband insgesamt 44 Millionen Euro in neue Kabinenbahnen. Nach dem bereits geschaffenen Bikepark sind weitere Angebote geplant, darunter ein Familienerlebnisweg sowie eine barrierearme Aussichtsplattform.
Für die Wintersaison 2025/2026 meldete der VDS 5,43 Millionen Erstzutritte an Seilbahnen und Schleppliften. Das entspricht einem Zuwachs von 2,2 Prozent gegenüber der vorherigen Saison.
Vor dem Start der neuen Wintersaison müssen sich Skifahrerinnen und Skifahrer allerdings auf höhere Kosten einstellen. Nach Verbandsangaben steigen die Preise für Tagesskipässe im Durchschnitt um rund 4,2 Prozent.
Die meisten Skigebiete wollen je nach Wetterlage bis Mitte Dezember in den Betrieb gehen. Einige Betreiber haben bereits feste Starttermine genannt. Für alle Regionen von den Mittelgebirgen bis in die Alpen gilt laut Verband jedoch: Los geht es, sobald Temperaturen und Schneeverhältnisse es zulassen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber