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Blut wird knapp – DRK warnt und ruft zur Spende auf

Ferien und Erkältungen lassen die Blutreserven schrumpfen: Jetzt warnt das DRK – warum jede Spende plötzlich entscheidend ist.

27.10.2026, 12:53 Uhr

DRK ruft wegen sinkender Blutreserven zur Spende auf

Mit Blick auf die erste Erkältungswelle und die Herbstferien fordert der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes die Menschen dazu auf, Blut zu spenden. Nach Angaben des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost gehen die Vorräte derzeit deutlich zurück, die Versorgungslage sei angespannt. Betroffen sind demnach Berlin, Brandenburg, Sachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Auch aus Bayern sowie aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden rückläufige Spendenzahlen gemeldet.

Für eine stabile Versorgung seien Reserven für vier bis fünf Tage notwendig. Im Zuständigkeitsbereich Nord-Ost liegen die Bestände aktuell jedoch bei weniger als drei Tagen. Im Westen reichen die Vorräte derzeit noch für etwas mehr als vier Tage, sodass die Kliniken im Moment versorgt werden können. Ein Sprecher warnte jedoch, dass die Lagerbestände rasch weiter sinken könnten.

Kontinuierliche Spenden sind entscheidend

Der bayerische Blutspendedienst betonte, dass es derzeit keinen bundesweiten Mangel und keinen akuten Notstand bei Blutkonserven gebe. Dennoch müsse jetzt gehandelt werden, um Engpässe zu verhindern. Wichtig sei vor allem, mehr Menschen dauerhaft für Blutspenden zu gewinnen.

Martin Oesterer vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost erklärte, gerade in Zeiten von Erkältungswellen und Ferien werde deutlich, wie wichtig eine regelmäßige Spendenbereitschaft sei. Deshalb richte sich der Appell an alle gesunden Menschen, zeitnah einen Spendetermin zu vereinbaren. Jede Spende trage dazu bei, die Behandlung von Patientinnen und Patienten sicherzustellen.

Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar

Blut wird täglich benötigt – etwa nach Unfällen, bei Operationen oder zur Behandlung schwerer Krankheiten. Hinzu kommt, dass aus Blutspenden gewonnene Präparate nur begrenzt gelagert werden können. Thrombozyten, die unter anderem in der Krebstherapie wichtig sind, sind beispielsweise lediglich vier Tage haltbar.

Wer Blut spenden möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein. Außerdem wird empfohlen, vorab einen Termin zu buchen. Vor der Spende sollte man ausreichend essen und trinken sowie einen gültigen Ausweis mitbringen.

Voraussetzung ist zudem, dass Spenderinnen und Spender gesund sind. Nach Angaben des bayerischen Blutspendedienstes ist eine Spende etwa eine Woche nach dem Abklingen einer Erkältung oder eines grippalen Infekts ohne Fieber wieder möglich. Wer Fieber hatte, an Influenza erkrankt war oder Antibiotika eingenommen hat, sollte frühestens nach vier Wochen Blut spenden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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