Lehrer an Schule in Osmaniye erschossen
An einer Schule in der südosttürkischen Provinz Osmaniye ist ein Lehrer bei einem bewaffneten Angriff getötet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu und lokaler Medien wurde der Mann auf dem Schulgelände von seinem Neffen erschossen. Hintergrund soll ein privater Streit gewesen sein. Der Lehrer erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Ermittlungen zu den Hintergründen laufen
Die Tat ereignete sich auf dem Hof der Farabi-Anadolu-Oberschule, an der der Getötete Türkisch und Literatur unterrichtete. Provinzgouverneur Mehmet Fatih Serdengecti sagte laut Anadolu, zwischen dem Verdächtigen und seinem Onkel habe bereits zuvor ein Konflikt bestanden. Zudem gebe es Hinweise auf eine schizophrene Erkrankung des mutmaßlichen Täters.
Nach den Schüssen rückten Rettungskräfte und die Gendarmerie zur Schule aus. Der Verdächtige wurde festgenommen, außerdem stellten die Behörden eine nicht registrierte Pistole sicher. Die Staatsanwaltschaft soll nun klären, wie es zu der Tat kommen konnte. Der Gouverneur betonte, der Angriff habe sich nicht gegen Schüler oder das Bildungssystem gerichtet.
Türkei verschärfte zuletzt Schutz an Schulen
Erst im April hatte ein schwerer Gewaltfall an einer Schule in der Türkei für Entsetzen gesorgt: Ein 14-Jähriger eröffnete damals das Feuer und tötete neun Mitschüler sowie eine Lehrerin. Anschließend kam auch der Schütze ums Leben. Gegen seine Eltern läuft derzeit ein Gerichtsverfahren. Als Reaktion hatte die Regierung zu Beginn des Schuljahres die Sicherheitsmaßnahmen an Schulen verschärft.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber