Eine Urlauberin aus Deutschland hat im Tiroler Zillertal offenbar entscheidend zur Aufklärung eines Vermisstenfalls beigetragen. Nach Angaben der österreichischen Polizei entdeckte sie zufällig einen Knochen, der einem seit Monaten verschwundenen jungen Mann zugeordnet werden konnte.
Der 23 Jahre alte Österreicher war seit April des vergangenen Jahres vermisst worden. Zuletzt war er in einer Schlucht gesehen worden. Umfangreiche Suchmaßnahmen mit Wasserrettung, Polizei, Spürhunden und Drohne hatten damals keinen Erfolg gebracht.
Knochen nahe der Ziller-Mündung entdeckt
Durch die Schlucht verläuft ein Bach, der bei Stumm in den Fluss Ziller fließt. In der Nähe dieser Einmündung war die Frau im Juni mit ihrem Hund am Ufer unterwegs, als sie auf den Knochen stieß.
Wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte, brachte inzwischen ein DNA-Abgleich der Gerichtsmedizin Klarheit: Die sterblichen Überreste stammen von dem vermissten 23-Jährigen. Nach Einschätzung der Ermittler kam der Mann bei einem Unglück ums Leben. Weitere Angaben zur Finderin machte die Polizei nicht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber