In gut vier Jahren sollen Reisende im regionalen Bahnverkehr in Mainfranken mit Zügen von Benex unterwegs sein. Das Unternehmen ist in Bayern bereits mit seiner Marke Agilis auf zwei Netzen vertreten, wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) in München mitteilte.
Ab Dezember 2030 bis Dezember 2042 soll Benex den Regionalverkehr im Raum Würzburg sowie auf Verbindungen bis nach Hessen übernehmen. Vorgesehen sind jährlich rund 7,2 Millionen Zugkilometer und der Einsatz neuer Fahrzeuge. Auf mehreren Strecken sind Verbesserungen geplant, darunter mehr Sitzplätze und kürzere Taktzeiten. Außerdem ist mit der Regio S-Bahn Mainfranken ein neues S-Bahn-ähnliches Angebot vorgesehen. Es wäre nach der Regio S-Bahn Donau-Iller das zweite Regio-S-Bahn-System in Bayern.
Bislang wird das Netz in Mainfranken rund um Würzburg von DB Regio betrieben.
Zuschlag für Benex
Nach Angaben der BEG haben die Bayerische Eisenbahngesellschaft und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) beide Lose des Vergabeverfahrens für den Regionalverkehr in Mainfranken an Benex vergeben.
Von der geplanten Regio S-Bahn sollen vor allem Fahrgäste der neuen Linie RS 1 profitieren. Diese soll von Marktbreit im Landkreis Kitzingen über Würzburg bis nach Flieden im Landkreis Fulda fahren. Nördlich von Würzburg ist zudem eine Ausweitung des Angebots bis Gemünden am Main im Landkreis Main-Spessart vorgesehen.
Ausbau der Infrastruktur erforderlich
Langfristig verfolgt die BEG das Ziel, auf sämtlichen Strecken rund um Würzburg ganztägig einen Halbstundentakt an allen Stationen anzubieten. Derzeit fahren die Züge außerhalb der Hauptverkehrszeiten meist nur stündlich.
Voraussetzung dafür ist jedoch ein Ausbau der zum Teil stark ausgelasteten Schienenwege durch DB InfraGO. Ohne zusätzliche Infrastruktur sei die Einführung weiterer Verbindungen nicht möglich, hieß es.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber