Ammoniakaustritt in Passauer Eis-Arena wohl durch Defekt an Kühlanlage ausgelöst
Der Ammoniakaustritt in der Eis-Arena in Passau ist nach Mitteilung der Stadt auf eine beschädigte Zylinderkopfdichtung an einem Verdichter der Kühlanlage zurückzuführen. Nach dem aktuellen Stand der Erkenntnisse könnte ein Materialfehler die Ursache des Schadens gewesen sein.
Ein städtischer Mitarbeiter hatte am Mittwoch zur Mittagszeit in der Eis-Arena im Stadtteil Kohlbruck Ammoniakgeruch wahrgenommen und daraufhin die Feuerwehr verständigt. Aus Sicherheitsgründen wurden anschließend das benachbarte Erlebnisbad peb sowie das Messegelände geräumt, wo derzeit die Vorbereitungen für die Herbstdult stattfinden. Etwa 70 Personen mussten das Bad verlassen. Verletzte gab es nicht.
Die Feuerwehr band den ausgetretenen Gefahrstoff mit Wasser und pumpte das entstandene Gemisch danach in Tanks. Gegen 20.30 Uhr konnten sämtliche Sperrungen wieder aufgehoben werden. Nach Angaben der Stadt fielen dabei rund 15.000 Liter Flüssigkeit an. Wie diese entsorgt werden soll, ist noch Gegenstand der Klärung.
Reparaturen laufen weiter
Die Instandsetzung der Kälteanlage ist inzwischen angelaufen. Einer der beiden Verdichter, der von dem Defekt nicht betroffen war, konnte bereits am Mittwochabend wieder gestartet werden, damit die bereits begonnene Eisbereitung fortgesetzt werden kann.
Nach Angaben der Stadt wird die Anlage regelmäßig entsprechend den gesetzlichen Vorschriften kontrolliert und gewartet. Die letzte Prüfung habe im Frühjahr stattgefunden.
Oberbürgermeister Andreas Rother (SPD) sprach den Einsatzkräften seinen Dank für das schnelle Eingreifen aus. Es sei sehr glücklich gewesen, dass das austretende Ammoniak frühzeitig entdeckt wurde und niemand verletzt worden sei.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber