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Plötzlich in Busan: Hai sorgt für Aufsehen

Seit Tagen im Kanal gefangen: Schon 600.000 wollen Hai „Bukang-i“ sehen – doch niemand kriegt ihn zurück ins Meer.

29.09.2026, 12:24 Uhr

Hai in Busan lockt Hunderttausende an

In der südkoreanischen Hafenstadt Busan sorgt ein etwa 3,5 Meter langer Hai weiterhin für großes Interesse. Das Tier war erstmals am 18. September in einem künstlich angelegten Kanal entdeckt worden. Trotz mehrerer Einsätze ist es der Küstenwache bisher nicht gelungen, den Raubfisch zurück ins offene Meer zu bringen.

Nach Angaben der Behörden kamen bei den Rettungsversuchen fünf Boote sowie Wasserstrahlen zum Einsatz. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap meldete, wich der Hai den Strahlen jedoch immer wieder aus und entkam den Booten.

Fachleute vermuten, dass es sich um einen Bronzehai handelt. Wahrscheinlich sei das Tier bei der Jagd nach Beute aus dem Meer in den Kanal geraten. Weshalb es nicht von selbst zurückschwimmt, ist unklar. Ein von der Zeitung Seoul Shinmun zitierter Hai-Experte hält es für möglich, dass der Hai in dem schmalen Kanal die Orientierung verloren hat.

Unterdessen hat der Hai den Spitznamen „Bukang-i“ bekommen – benannt nach dem koreanischen Namen des Nordhafens von Busan, wo er nun schon seit mehr als zehn Tagen festsitzt. Das Tier ist inzwischen zu einer echten Attraktion geworden: Berichten zufolge kamen bereits mehr als 600.000 Menschen zu dem Kanal, um einen Blick auf den Hai zu werfen.

Sorge bereitet den Behörden allerdings, dass „Bukang-i“ seit seiner Entdeckung nicht beim Fressen beobachtet wurde. Sie befürchten deshalb, dass der Aufenthalt in dem engen und flachen Kanal seiner Gesundheit schaden könnte. In den kommenden Tagen soll ein neuer Versuch gestartet werden, den Hai ins Meer zurückzuleiten – diesmal mit Hilfe eines eigens angefertigten Netzes.

Hai im südkoreanischen Busan
Der Hai Bukang-i ist in Busan zum Touristenmagneten geworden. Quelle: -/YNA/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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