Wirtschaft

Microsoft-Desaster: Weltweit keine Mails mehr in Outlook

Weltweite Outlook-Panne: Bei Microsoft gehen Mails nicht raus. Was Betroffene jetzt auf keinen Fall tun sollten.

31.08.2026, 22:38 Uhr

Microsoft-Störung bei Outlook und Microsoft 365: Dienste laufen nach stundenlangem Ausfall schrittweise wieder an

Nach einem stundenlangen, großflächigen Ausfall entspannt sich die Lage bei den E-Mail-Diensten von Microsoft wieder. Nach Angaben des US-Konzerns werden die betroffenen Systeme schrittweise stabilisiert und stehen weiten Teilen der Nutzer inzwischen wieder zur Verfügung.

Am Montagabend hatte eine massive Störung den E-Mail-Verkehr von Millionen Menschen weltweit beeinträchtigt. Betroffen waren sowohl Firmenkunden von Microsoft 365 als auch Privatnutzer des Maildienstes Outlook. Zeitweise kam es zu erheblichen Problemen beim Anmelden, Empfangen und Versenden von E-Mails. Viele Nutzer berichteten zudem von stockender Synchronisation und hängenden Anwendungen.

Ursache in Exchange Online

Wie Microsoft mitteilte, lag die Ursache in der Cloud-Infrastruktur von Exchange Online. Demnach blockierte ein Fehler in einer zentralen Komponente für Authentifizierung und Verbindungsaufbau den Zugriff auf die Mailserver. Intern wurde der Vorfall unter der Kennung EX1464935 geführt.

Techniker des Konzerns leiteten noch in der Nacht Gegenmaßnahmen ein und spielten gezielte Korrekturen auf betroffene Server auf. Nach Unternehmensangaben zeigen die Telemetriedaten inzwischen eine deutliche Erholung. Der Datenverkehr werde nach und nach wieder über die regulären Systeme abgewickelt.

Noch nicht überall vollständig normalisiert

Auf Plattformen wie Downdetector war die Zahl der Störungsmeldungen zwischenzeitlich auf Zehntausende gestiegen. Auch wenn sich die Lage inzwischen deutlich verbessert hat, müssen sich einige Nutzer laut Microsoft noch gedulden. Hintergrund sind Rückstaus im E-Mail-Versand, die erst vollständig abgearbeitet werden müssen. Auch die weltweite Synchronisation könne regional noch nicht überall wieder stabil laufen.

Fachleute raten Betroffenen weiterhin davon ab, lokale Einstellungen zu ändern oder die Software neu zu installieren, da die Ursache auf Microsofts Serverseite lag. Auch E-Mails, die im Postausgang festhängen, sollten nicht mehrfach manuell versendet werden, um spätere Doppelzustellungen zu vermeiden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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