Polizei stoppt überladenen Kälbertransporter in Oberbayern
In Oberbayern hat die Polizei einen Tiertransporter mit 190 Kälbern aus dem Verkehr gezogen. Nach Angaben der Beamten waren die Tiere so dicht gedrängt untergebracht, dass einige von ihnen mit dem Rücken bereits an die Decke des Laderaums stießen.
Gegen den 49 Jahre alten Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Zudem läuft gegen das beteiligte deutsche Transportunternehmen ein Bußgeldverfahren. Der Firma drohen Sanktionen von insgesamt bis zu 50.000 Euro. Die Kälber wurden anschließend zum Ausgangsort zurückgebracht.
Dem Fahrer werden außerdem weitere Verstöße vorgeworfen. So soll er eine fremde Fahrerkarte benutzt haben, um die tatsächlichen Lenk- und Ruhezeiten zu verschleiern. Mit dem rund 40 Tonnen schweren Gespann sei er darüber hinaus mehrfach mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen.
Wie die Polizei weiter mitteilte, missachtete der Mann zudem mehrere tierschutzrechtliche Dokumentationspflichten. Außerdem war das eingesetzte Fahrzeug demnach gar nicht für Tiertransporte zugelassen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber