Wirtschaft

Kosmetik boomt: Jetzt treibt das Ausland den Umsatz

Mehr Geld für Lippenstift, Deo und Reiniger: Deutschlands Hersteller überraschen mit Wachstum – selbst in Problemsparten. Warum jetzt?

01.09.2026, 05:00 Uhr

Die deutsche Kosmetik- und Haushaltspflegeindustrie hat nach dem schwächeren Exportjahr 2025 im ersten Halbjahr 2026 wieder mehr Umsatz im Ausland erzielt. Wie der Branchenverband IKW in Frankfurt mitteilte, stiegen die Erlöse im Exportgeschäft inklusive Haushaltspflegeprodukten um 3,8 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Damit entwickelte sich das Auslandsgeschäft deutlich besser als der Absatz im Inland.

Auf dem deutschen Markt setzten die Hersteller in den ersten sechs Monaten 12,9 Milliarden Euro um. Das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung bewegt sich im erwarteten Rahmen: Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) hatte bereits im Dezember für 2026 ein Umsatzwachstum von 1,5 Prozent auf etwas mehr als 24,1 Milliarden Euro prognostiziert.

Positiver Impuls aus dem Ausland

Insgesamt erzielte die Branche für Schönheits- und Haushaltspflegeprodukte im In- und Ausland zusammen im ersten Halbjahr einen Umsatz von 19,1 Milliarden Euro. Das ist ein Anstieg von 2,2 Prozent.

IKW-Geschäftsführer Thomas Keiser wertete vor allem das Exportplus als ermutigendes Zeichen. Entscheidend seien nun stabile und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, damit die Unternehmen ihre Möglichkeiten auf internationalen Märkten besser nutzen und den Produktionsstandort Deutschland stärken könnten.

Der in Frankfurt ansässige IKW vertritt nach eigenen Angaben mehr als 465 Unternehmen mit rund 178.000 Beschäftigten in Produktion und Vertrieb. Die Mitgliedsunternehmen stehen demnach für etwa 95 Prozent des deutschen Marktes.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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