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Giftköder-Schock: Vier Milane tot

Vier tote Greifvögel auf einer Wiese – was Ermittler danach herausfanden, bestätigt einen erschütternden Verdacht.

07.08.2026, 12:59 Uhr

Vier streng geschützte Milane im Landkreis Günzburg durch Giftköder getötet

Im Landkreis Günzburg sind vier streng geschützte Greifvögel offenbar durch einen Giftköder ums Leben gekommen. Darauf machte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) aufmerksam. Nach Angaben des Landratsamts Günzburg wurden Mitte Juli bei Thannhausen-Burg zwei tote Rotmilane, zwei tote Schwarzmilane sowie ein verendetes Masthuhn gefunden.

Untersuchungen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und der Ludwig-Maximilians-Universität München ergaben, dass die Tiere an dem Insektizid Carbofuran starben. Der Stoff ist in der Europäischen Union seit fast 20 Jahren verboten. Das Landratsamt hat Strafanzeige gestellt.

„Kein Kavaliersdelikt“

Rot- und Schwarzmilane zählen zu den besonders geschützten Greifvogelarten. Für den Rotmilan trägt Deutschland eine besondere Verantwortung, weil ein großer Teil des weltweiten Bestands hier lebt.

LBV-Vertreter Christoph Bauer bezeichnete die Vergiftung von Greifvögeln als schwere Straftat und nicht als Bagatelle. Es sei in diesem Fall ein Glück gewesen, dass weder Menschen noch Haustiere verletzt oder getötet wurden. Gemeinsam mit der Gregor-Louisoder-Umweltstiftung (GLUS) ruft der LBV dazu auf, auch in anderen Regionen Bayerns Verdachtsfälle von Vergiftungen oder ausgelegte Giftköder zu melden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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