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Fähren-Drama vor Guyana: 27 Tote, über 80 verschwunden

Nach der Tragödie will Präsident Ali alles aufklären – brisant: Der überlebende Kapitän war positiv auf Cannabis.

21.07.2026, 05:19 Uhr

Nach dem Schiffsunglück vor der Küste Guyanas sind bislang 27 Tote geborgen worden. Wie Ministerpräsident Mark Phillips mitteilte, werden außerdem rund 83 Menschen vermisst. 69 Personen konnten lebend gerettet werden. Die Suche vor der Atlantikküste dauert mit Booten, Flugzeugen und Tauchern an. Insgesamt waren etwa 180 Menschen an Bord.

Die alte Fähre MV Barima war in der Nacht auf Sonntag Ortszeit im Atlantik verunglückt. Sie war auf der Route zwischen der Hauptstadt Georgetown und der abgelegenen Gemeinde Port Kaituma unterwegs. Der Ort liegt an einem Flusskanal im Landesinneren Guyanas in der ölreichen Region Essequibo nahe der Grenze zu Venezuela.

Präsident sichert gründliche Untersuchung zu

Die Ursache des Unglücks ist weiterhin unklar. Der Kapitän, der lebend gerettet wurde, wurde nach Behördenangaben positiv auf Cannabis getestet. Präsident Irfaan Ali sagte in einer Fernsehansprache, er sichere dem Land eine umfassende, gründliche und unabhängige Untersuchung der Tragödie zu.

Medienberichten zufolge setzte das Boot mitten in der Nacht einen Notruf ab, nachdem es bereits rund acht Stunden seiner insgesamt 24-stündigen Fahrt zurückgelegt hatte. Ein Überlebender berichtete dem Nachrichtenportal News Source, er habe zunächst ein lautes Geräusch gehört und dann gesehen, wie Wasser in die Fähre eindrang. Kurz darauf habe sich das Schiff geneigt und zu sinken begonnen. Nach Regierungsangaben wurde das Boot bei dem Such- und Rettungseinsatz rund 15 Kilometer vor der Küste auf dem Meeresboden entdeckt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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