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Anwalt: Tate-Brüder wehren sich gegen Auslieferung

Einzelzelle nach US-Festnahme: Was droht den Tate-Brüdern jetzt? Großbritannien will Andrew und Tristan vor Gericht bringen.

20.07.2026, 21:15 Uhr

Die von der britischen Justiz gesuchten Brüder Andrew Tate (39) und Tristan Tate (38) wollen sich laut ihrem Anwalt gegen eine mögliche Auslieferung nach Großbritannien wehren. Joseph McBride erklärte vor Reportern in Miami, man werde sich dem Schritt „selbstverständlich“ widersetzen. Zur Begründung sagte er, die beiden seien unschuldig und hätten „nichts Unrechtes“ getan. Zudem sprach er von einer politisch motivierten Aktion und einem Komplott. US-Medien zufolge erschienen die Brüder am Montag erstmals seit ihrer Festnahme vor einem Richter.

Die Influencer, die immer wieder wegen frauenfeindlicher Aussagen in der Kritik stehen, waren am Wochenende in den USA auf Ersuchen der britischen Anklagebehörde Crown Prosecution Service festgenommen worden. Gegen sie stehen mehrere Vorwürfe im Raum, darunter Vergewaltigung sowie Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung. Ihr Verteidiger weist die Anschuldigungen zurück.

Anwalt spricht von „politischen Gefangenen“

Bereits nach der Festnahme hatte McBride die Brüder auf der Plattform X als Opfer eines angeblichen politischen Plans bezeichnet. In diesem Zusammenhang behauptete er auch, US-Präsident Donald Trump könne das nächste Ziel sein. Nach Angaben des Anwalts sitzen Andrew und Tristan Tate in Einzelhaft und tragen orangefarbene Gefängniskleidung. Seinen Beitrag auf X versah er mit einem KI-erzeugten Bild, das die beiden gemeinsam in einer Zelle zeigt. An der Wand steht dort: „Political Prisoners“.

Die Tate-Brüder kamen in den USA zur Welt, zogen nach der Trennung ihrer Eltern jedoch mit ihrer Mutter nach Luton nördlich von London. Sie besitzen sowohl die US-amerikanische als auch die britische Staatsangehörigkeit. Zeitweise lebten beide vor allem in Rumänien, wo ebenfalls gegen sie ermittelt wird. Andrew Tate, früher Kickboxer, erreicht mit provokanten und frauenverachtenden Aussagen in sozialen Netzwerken ein Millionenpublikum, insbesondere junge Männer und Jugendliche. Sein Bruder Tristan tritt dabei regelmäßig an seiner Seite auf.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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