Rund zwei Millionen Menschen haben nach offiziellen Angaben in Madrid den WM-Triumph der spanischen Fußball-Nationalmannschaft gefeiert. Bei der Fahrt im offenen Bus durch die Innenstadt ließen sich die neuen Weltmeister um Rodri und Jungstar Lamine Yamal von einer riesigen Menschenmenge bejubeln.
Euphorische Stimmung in der Hauptstadt
Ferran Torres, der im Finale gegen Argentinien das entscheidende 1:0 erzielt hatte, zeigte sich vor dem Start des Korsos überwältigt: Er fühle sich wie auf Wolke sieben. Nach Schätzungen der Regierung säumten entlang der Strecke und bei der Abschlussfeier am Cibeles-Platz insgesamt etwa zwei Millionen Fans die Straßen.
Die Spieler sangen, tanzten und präsentierten immer wieder stolz den WM-Pokal. Allein auf dem Cibeles-Platz warteten laut Stadtverwaltung rund 120.000 Menschen, überwiegend in roten Trikots, auf die Ankunft von „La Furia Roja“.
Großer Jubel für Yamal und Torres
Auf der Bühne wurden die 26 Nationalspieler von Trainer Luis de la Fuente einzeln gefeiert. Sie umarmten sich, winkten ins Publikum und reckten die Trophäe in die Höhe. Besonders laut wurde es laut Medienberichten bei Lamine Yamal, dessen Name schon vor seinem Auftritt tosenden Applaus auslöste. Auch Matchwinner Ferran Torres erhielt minutenlange Ovationen.
Trainer de la Fuente richtete eine klare Botschaft an die Menge: Gemeinsam sei man stärker.
Hitze stoppt die Fans nicht
Schon seit dem frühen Abend hatten die Anhänger mit Musik und Showprogramm den zweiten WM-Titel Spaniens nach 2010 gefeiert. Selbst Temperaturen von deutlich über 30 Grad am Abend hielten viele nicht davon ab, ihren Idolen möglichst nahe zu sein.

Spanien setzt sich im Finale verdient durch
Der Europameister gewann das Endspiel gegen Argentinien mit 1:0. Der Titelverteidiger um Lionel Messi kam erst in den letzten Minuten der Verlängerung zu seinem ersten Torschuss. Messi äußerte sich anschließend emotional und erklärte in einem Instagram-Beitrag, der Schmerz sitze tief und brauche Zeit.
Empfang bei Königshaus und Regierung
Nach der Rückkehr aus den USA wurde die Mannschaft zunächst von König Felipe VI., Königin Letizia sowie Prinzessin Leonor und Infantin Sofía empfangen. Die Königsfamilie war bereits beim Finale im MetLife Stadium bei New York vor Ort gewesen und hatte auch an der Siegerehrung teilgenommen.
Danach stand ein Besuch bei Ministerpräsident Pedro Sánchez auf dem Programm. Er hatte den Titelgewinn zuvor in den sozialen Netzwerken mit den Worten gefeiert, Spanien sei Weltmeister und die Nationalmannschaft schlicht großartig.
Nun geht es in den Urlaub
Nach den Feierlichkeiten in Madrid beginnt für die Spieler ab Dienstag eine mehrwöchige Sommerpause. Viele der spanischen Profis zieht es traditionell nach Ibiza, Mallorca oder an private Urlaubsorte im Ausland. Dort dürfte erstmals Zeit bleiben, den Finalsieg und die emotionalen Tage danach in Ruhe zu verarbeiten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber