Electric Callboy stürmen mit „Tanzneid“ erneut an die Spitze
Die Band Electric Callboy aus Castrop-Rauxel hat mit ihrem neuen Album „Tanzneid“ wieder Platz eins der deutschen Album-Charts erobert. Damit gelingt der Gruppe aus dem Ruhrgebiet erneut ein Nummer-eins-Erfolg. Ariana Grande, die mit „Petal“ in der vergangenen Woche erstmals die Chartspitze erreicht hatte, rutscht nun auf Rang fünf ab.
Wie die von GfK Entertainment ermittelten Offiziellen Deutschen Charts mitteilen, knüpft die Band damit an den Erfolg ihres Vorgängeralbums „Tekkno“ aus dem Jahr 2022 an. Der Stil von Electric Callboy bleibt dabei markant: Pop, EDM und Metalcore verschmelzen auf „Tanzneid“ zu einem Sound, der sich kaum einem einzigen Genre zuordnen lässt.
Ungewöhnliche Genre-Mixe als Erfolgsrezept
Für ihre Songs schöpft die Band ihre Ideen aus ganz unterschiedlichen musikalischen Richtungen. Frontmann Nico Sallach erklärte kürzlich im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dass sich Electric Callboy nicht nur an dem Stil orientieren, in dem sie eigentlich zu Hause sind. Stattdessen schauen sie darauf, was popkulturell gerade funktioniert – und je ungewöhnlicher die Verbindung verschiedener Einflüsse, desto besser.
Mitunter entstehen neue Stücke auch ganz spontan. Manchmal reicht offenbar schon ein Ausdruck, den die Band besonders feiert, und der Rest entwickelt sich fast von selbst. So soll auch der Titelsong des Albums entstanden sein: Beim Videodreh zu „Elevator Operator“ habe Schauspieler Uke Bosse den Satz gesagt: „Boah, da kriegt man ja richtig Tanzneid.“ Während gegenüber Menschen für eine Szene tanzten, mussten Bosse sowie Kevin Ratajczak und Nico Sallach gerade pausieren – und blickten neidisch auf die ausgelassene Stimmung.
Kaum Veränderungen bei den Single-Charts
In den sommerlich geprägten Single-Charts gibt es derweil nur wenig Bewegung. Der offizielle Sommerhit und WM-Song „Dai Dai“ von Shakira und Burna Boy behauptet sich bereits die siebte Woche in Folge auf Platz eins.
Dahinter folgen „Movin‘ To The Sun“ von Hugel, Imael Angel & Ultra Naté sowie „Killy Manjaro“ von Summer Cem & Billa Joe. Der Titel „Gut genug“ von Kitschkrieg, Blumengarten und Shirin David fällt von Rang drei auf Platz vier zurück.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber