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Darum jagt das FBI diesen Deutschen jetzt weltweit

Er lockte US-Anleger mit einer Tech-Idee – doch laut FBI floss das Millionen-Geld in Luxus statt Innovation.

04.09.2026, 17:00 Uhr

FBI sucht mutmaßlichen deutschen Anlagebetrüger in München

Das FBI hat die Fahndung nach einem 65 Jahre alten Deutschen ausgeweitet, der sich nach Erkenntnissen der US-Behörden derzeit in München oder im Umland aufhalten könnte. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wurde der Mann auf die Liste der „Most Wanted Fraudsters“ gesetzt. Zuvor war er nach seiner Verurteilung wegen Betrugs mit Kapitalanlagen aus den USA geflohen.

Nach Angaben der Ermittler soll der Unternehmer zwischen 2014 und 2017 mehrere Anleger um mehr als 20 Millionen US-Dollar gebracht haben. Demnach überzeugte er Investoren in Kalifornien davon, Geld in seine Firma zu stecken. Er habe dabei erklärt, seine Technologie könne Prominenten und Influencern in sozialen Netzwerken helfen, aus Markenempfehlungen Gewinne zu erzielen.

Laut FBI floss das eingesammelte Kapital jedoch nicht wie versprochen in die Entwicklung des Produkts. Stattdessen soll der Mann einen Teil des Geldes für persönliche Zwecke verwendet haben, darunter Luxuswagen, Arbeiten an seiner Jacht und die Renovierung seiner Villa in Malibu. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Schaden für die Opfer auf mindestens 26,8 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 23 Millionen Euro. Eine Jury in Los Angeles sprach ihn im April 2025 schuldig. Später setzte er sich nach Mexiko ab.

Festnahme in Mexiko, danach erneute Flucht

Im September 2025 nahmen mexikanische Behörden den Deutschen mit gefälschten Ausweispapieren fest. Nach seiner Entlassung aus der Abschiebehaft musste er sich eigentlich alle zwei Wochen bei den Behörden melden. Nach FBI-Angaben floh er jedoch am 6. Oktober 2025 nach München. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich weiterhin in der bayerischen Landeshauptstadt oder in der Umgebung aufhält.

In seiner Abwesenheit wurde der Mann zu 15 Jahren Gefängnis in einem US-Bundesgefängnis verurteilt. Zusätzlich verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 35.000 US-Dollar sowie Schadenersatz in Höhe von 26,8 Millionen Dollar.

Die FBI-Liste „Most Wanted Fraudsters“ führt flüchtige Betrugsverdächtige, nach denen international gesucht wird. Für Hinweise, die zur Festnahme und Verurteilung führen, stellt die Behörde eine Belohnung von bis zu 150.000 US-Dollar in Aussicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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