Nach dem Fährunglück vor der Nordküste Zyperns ist die Zahl der Todesopfer auf zwölf gestiegen. In der Nacht fanden Rettungskräfte die Leichen von zwei Frauen, teilte Ünal Üstel, Ministerpräsident der nur von der Türkei anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, mit. Eine offizielle Identifizierung stand zunächst noch aus. Die Sucharbeiten dauern nach seinen Angaben an.
Damit wurden inzwischen vier Tote direkt aus dem Wrack geborgen, das in einer Tiefe von 554 Metern liegt. Zudem werden weiterhin 16 Menschen vermisst, sagte Üstel in Kyrenia.
Die Fähre „Filo Jet“ war am Sonntag kurz nach dem Ablegen im nordzyprischen Hafen von Kyrenia (türkisch: Girne) in Seenot geraten. Aus bislang unbekannter Ursache drang Wasser in den Katamaran ein. Das Schiff lief voll, neigte sich zur Seite und sank schließlich wenige Kilometer vor der Küste Zyperns. 239 Passagiere konnten gerettet werden. Ein türkisches Spezialteam lokalisierte das Wrack am Mittwoch mithilfe ferngesteuerter Unterwasserfahrzeuge.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber