Bayern

Bayern erhöht Geld für jüdische Gemeinden

Söder schlägt Alarm: Antisemitismus in Bayern so stark wie nie – jetzt fließt deutlich mehr Geld an jüdische Gemeinden

04.09.2026, 16:49 Uhr

Bayern stockt die staatliche Unterstützung für die jüdischen Gemeinden im Freistaat deutlich auf. Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Unterzeichnung eines neuen Vertrags in München mitteilte, steigt die Förderung von bisher 20 auf künftig 26 Millionen Euro. Das Geld ist unter anderem für Sicherheitsvorkehrungen, den Bau von Synagogen sowie für Schulen und Bildungsangebote vorgesehen.

Söder bezeichnete die Fortschreibung des Staatsvertrags als besonderen Ausdruck von Freundschaft und Anerkennung. Damit sende der Freistaat ein klares Zeichen für die enge Zusammenarbeit mit den jüdischen Gemeinden, für die Wertschätzung jüdischen Lebens und gegen Antisemitismus. Die Zusammenarbeit zwischen Bayern und den jüdischen Gemeinden besteht bereits seit 1997.

Zugleich warnte Söder vor einer wachsenden Bedrohung durch Judenfeindlichkeit. Die Herausforderung sei heute größer denn je, Antisemitismus nehme in unterschiedlichen Formen zu. Deshalb brauche es ein deutliches öffentliches Bekenntnis gegen Antisemitismus sowie zur Verbundenheit mit Israel und jüdischem Leben. Jeder Angriff auf jüdisches Leben, so Söder, richte sich gegen die gesamte Gesellschaft.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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