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15 Messerstiche im Markt – heute fällt das Urteil

15 Messerstiche im Elektromarkt: Heute fällt das Urteil gegen den 30-Jährigen – die Hintergründe des Falls schockieren.

12.08.2026, 04:00 Uhr

Urteil nach Messerangriff in Ulmer Elektrofachmarkt erwartet

Vor dem Landgericht Ulm soll heute das Urteil gegen einen 30-jährigen Mann aus Eritrea fallen. Er hatte gestanden, einen Mitarbeiter eines Elektronikmarktes in Ulm mit einem Küchenmesser schwer verletzt zu haben. Über seinen Verteidiger ließ der Angeklagte mitteilen, aus „Frust, Wut und Verzweiflung“ gehandelt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord sowie schwere Körperverletzung vor. Nach den Ermittlungen soll er den Angestellten aus der Mobiltelefon-Abteilung Mitte Januar mit insgesamt 15 Stichen in Lebensgefahr gebracht haben. Zwei weitere Kollegen des Opfers wurden ebenfalls verletzt. Zwischen dem Angeklagten und dem Mitarbeiter soll es zuvor keine persönliche Verbindung gegeben haben.

Nach der Tat flüchtete der Mann zunächst aus dem Geschäft, wurde jedoch wenig später von der Polizei gestellt. Weil er das Messer nach Polizeiangaben nicht ablegen wollte und stattdessen auf die Einsatzkräfte zuging, schossen die Beamten auf ihn. Dabei wurde er schwer verletzt. Seit Januar sitzt der 30-Jährige in Untersuchungshaft.

Bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten

Der Mann war 2017 nach Deutschland eingereist und war seither wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Verurteilt wurde er unter anderem wegen vorsätzlicher Körperverletzung, versuchter und vollendeter gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs sowie Sachbeschädigung.

Seinen Flüchtlingsstatus besitzt der Eritreer seit 2023 nicht mehr. Das Regierungspräsidium Tübingen hatte im Januar 2024 seine Ausweisung beantragt, diese konnte jedoch nicht umgesetzt werden. Erst im vergangenen Dezember, also kurz vor der Tat in Ulm, war der Mann aus der Haft entlassen worden. Seitdem stand er unter Führungsaufsicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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