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123 Stunden am Limit: Saatçi schafft Ziel in Kalifornien

96 Stunden? Verpasst. Doch nach 600 Kilometern kam Arda Saatçi in L.A. an – und hielt dort ein besonderes Muttertagsversprechen.

10.05.2026, 23:52 Uhr

Mehr als fünf Tage war Arda Saatçi unterwegs: Der Berliner Extremläufer hat sein Ziel in Kalifornien nach über 600 Kilometern erreicht. Nach 123 Stunden und 21 Minuten kam der 28-Jährige am Sonntag um 14.30 Uhr Ortszeit am Santa Monica Pier bei Los Angeles an, wie in einem Livestream zu sehen war. Seine ursprünglich angepeilte Marke von 600 Kilometern in 96 Stunden konnte er jedoch nicht schaffen.

Die enorme Belastung war Saatçi während des Laufs deutlich anzusehen. Immer wieder musste er kurz ins Gehen wechseln, wenn sein Puls zu stark anstieg, bevor er erneut Tempo aufnahm. Auf den letzten Kilometern lief er teils noch mit einem beeindruckenden Schnitt von rund sechs Minuten pro Kilometer. Insgesamt lag seine Durchschnittszeit am Ende bei etwas mehr als zwölf Minuten pro Kilometer. Entlang der Strecke feuerten ihn zahlreiche Unterstützer an, einige liefen sogar ein Stück mit ihm mit.

Laut einem Instagram-Beitrag war Saatçi im Badwater Basin im kalifornischen Death Valley gestartet. Als die 96-Stunden-Marke am Samstag ablief, hatte er bereits etwa 458 Kilometer zurückgelegt. Trotz der Enttäuschung zeigte er sich entschlossen und kündigte an, die Strecke auf jeden Fall zu beenden. Im Ziel, so sagte er unterwegs, warte seine Mutter auf ihn. Für den Muttertag habe er ihr ein gemeinsames Eis versprochen – und dieses Versprechen wolle er einlösen. Wegen mehrerer Umwege wuchs die Gesamtstrecke am Ende auf 604,5 Kilometer an.

Millionen verfolgen den Lauf

Hunderttausende Menschen verfolgten den Lauf live im Stream und fieberten mit dem Berliner mit. Auf YouTube hat Saatçi rund 1,5 Millionen Abonnenten, bei Instagram folgen ihm etwa zwei Millionen Menschen.

Hinter dem Projekt stand ein großes Team. Begleitläufer wechselten sich in Schichten ab und filmten den 28-Jährigen während des Rennens. Ein Physiotherapeut kümmerte sich um seinen stark beanspruchten Körper, dazu unterstützten Freunde und Bekannte ihn mental. Schon vor dem Start hatte sich Saatçi mit großen Mengen an Verpflegung eingedeckt.

Neben Schlafentzug und starken körperlichen Beschwerden setzte ihm vor allem die Hitze entlang der Strecke zu. Am 15. Mai wird der Extremsportler zurück in Berlin erwartet.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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