Wegen weiterhin fehlender Angaben zum Aufenthaltsort und Gesundheitszustand des von der Ostseeküste abtransportierten Buckelwals verlangt das Umweltministerium in Schwerin Aufklärung von der privaten Initiative. Nach Angaben einer Ministeriumssprecherin wurde diese schriftlich aufgefordert, die Daten des am Tier befestigten GPS-Senders zu übermitteln oder nachvollziehbar darzulegen, weshalb das nicht möglich ist.
Falls die Informationen erneut ausbleiben, will das Ministerium rechtliche Schritte prüfen. Zuvor hatte bereits der "Spiegel" über den Fall berichtet. Aus Sicht der Behörde müssen die offenen Fragen dringend beantwortet werden. Die Ortungsdaten seien bereits mehrfach ohne Erfolg angefordert worden.
Ministerium sieht Absprachen verletzt
Nach Darstellung des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern gab es mit der Initiative die Vereinbarung, dass der Wal mit einem GPS-Sender ausgestattet wird und die entsprechenden Positionsdaten weitergegeben werden. Dies sei bislang nicht erfolgt.
Karin Walter-Mommert, die das Projekt finanziell unterstützt, erklärte dagegen, der Sender liefere zwar Signale, eine genaue Ortung des Wals sei dennoch nicht möglich.
Der Meeressäuger war am vergangenen Samstag in der Nordsee freigelassen worden. Seither ist unklar, wo sich das Tier befindet und in welchem Zustand es ist. Tierschutzverbände hatten die langfristigen Überlebenschancen des Buckelwals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion