Wirtschaft

WM-Flop reißt Bayerns Händlern ein Millionenloch

WM-Aus trifft Händler härter als gedacht: Mit dem frühen K.o. platzen auch die Hoffnungen auf satte Fanartikel-Umsätze.

30.06.2026, 15:23 Uhr

Die frühe Rückreise der deutschen Nationalmannschaft von der Fußball-WM trifft auch den bayerischen Einzelhandel. Nach Einschätzung des Handelsverbands Bayern dürften die Einnahmen mit Fanartikeln nun um einen zweistelligen Millionenbetrag geringer ausfallen, als es bei einem Einzug ins Achtelfinale möglich gewesen wäre.

Wie Verbandssprecher Bernd Ohlmann erklärte, habe es rund um das Turnier ohnehin keinen echten Kaufrausch gegeben. Ursprünglich war der Verband von WM-bedingten Umsätzen zwischen 300 und 400 Millionen Euro ausgegangen. Nach dem Vorrunden-Aus rechne man nun eher mit einem Wert von etwa 300 Millionen Euro.

Viele Sportgeschäfte hätten nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre vorsichtig disponiert und von vornherein weniger Trikots bestellt. Ein Erfolg im Spiel gegen Paraguay und das Erreichen des Achtelfinals, womöglich gegen Frankreich, hätte die Lage aus Sicht des Handels deutlich verändern können. Dann, so Ohlmann, wäre die Situation komplett neu zu bewerten gewesen.

Neben dem sportlichen Misserfolg belasteten jedoch noch weitere Faktoren das Geschäft. Vor allem die späten Anstoßzeiten vieler Partien seien für Händler von Lebensmitteln und Getränken nachteilig gewesen. Private Grillabende habe es in diesem Zusammenhang nur sehr selten gegeben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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