Wirtschaft

Uber sichert sich Robotaxi-Lizenz für London

Robotaxis dominieren bisher USA und China – doch in Europa rückt jetzt ausgerechnet diese eine Stadt ins Rampenlicht.

06.08.2026, 00:48 Uhr

London entwickelt sich zum Schauplatz des europäischen Robotaxi-Wettbewerbs. Der Fahrdienstvermittler Uber und sein Software-Partner Wayve haben eine erste Genehmigung erhalten, in der britischen Hauptstadt Fahrgäste in selbstfahrenden Autos zu befördern. Zum Start sollen einige umgerüstete elektrische Ford-Mustang-Modelle zunächst noch mit Sicherheitsfahrern unterwegs sein. Die ersten ausgewählten Passagiere sollen nach Angaben der Unternehmen noch im Sommer mitfahren können. Laut Uber haben bereits mehr als 100.000 Menschen in London ihr Interesse an Robotaxi-Fahrten über die Plattform bekundet.

Auch Waymo, die zu Google gehörende und in diesem Bereich derzeit führende Firma, hat angekündigt, noch in diesem Jahr in London zu starten. Einen genauen Termin nannte das Unternehmen bislang jedoch nicht. Waymo betreibt in den USA rund 4.000 Fahrzeuge ohne Fahrer am Steuer in 15 Städten und kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 500.000 bezahlte Fahrten pro Woche. Zudem hat zuletzt auch der chinesische Konzern Baidu Testfahrten mit autonomen Autos in London begonnen.

Uber setzt auf eine Plattform für verschiedene Robotaxi-Anbieter

Uber hatte ursprünglich selbst an Technik für autonomes Fahren gearbeitet. Nach einem tödlichen Unfall während einer Testfahrt stellte das Unternehmen dieses Vorhaben jedoch ein. Stattdessen konzentriert sich Uber inzwischen darauf, Robotaxis unterschiedlicher Entwickler in sein eigenes Angebot einzubinden. In mehreren US-Städten können Kunden bereits Waymo-Fahrzeuge über Uber buchen.

Gleichzeitig verfolgt Uber gemeinsam mit dem Softwareunternehmen Nuro und dem Elektroautohersteller Lucid einen weiteren Plan: Rund 20.000 eigene Fahrzeuge sollen auf die Straße gebracht werden. Damit würde das Unternehmen auch in Konkurrenz zu den menschlichen Fahrern auf der eigenen Plattform treten.

Während viele Anbieter autonomer Fahrtechnik aus den USA oder aus China kommen, ist Wayve ein britisches Unternehmen. Der besondere Ansatz der Firma besteht darin, dass ihre Software Fahrverhalten anhand menschlicher Entscheidungen erlernen soll.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen