Trump will KI-Ausbau in den USA weiter vorantreiben
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz in den Vereinigten Staaten weiter zu beschleunigen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, das Wachstum dieser Branche dürfe keinesfalls gebremst oder eingeschränkt werden. Zugleich betonte er erneut, die USA lägen bei KI vor China und allen anderen Staaten – und das solle nach seinem Willen so bleiben.
Warnungen aus der Branche nehmen zu
Trumps Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Sorgen über mögliche Gefahren von KI größer werden. Nachdem KI-Systeme zuletzt auch eigenständig Hackerangriffe ausgeführt hatten, sprachen sich selbst führende Unternehmen wie Anthropic und OpenAI dafür aus, das Entwicklungstempo zu drosseln. Nach Ansicht dieser Firmen besteht die Gefahr, dass sich die Technologie menschlicher Kontrolle entziehen könnte.
Einige Wissenschaftler aus dem KI-Bereich warnen sogar vor extremen Folgen bis hin zu einer möglichen Bedrohung für das Überleben der Menschheit. Solche Einschätzungen sind jedoch umstritten. Gleichzeitig wächst in den USA auch der Widerstand gegen den Bau großer KI-Rechenzentren, weil diese viel Strom und Wasser verbrauchen und dadurch Kosten steigen könnten.
Geplante „AI Force“ und neuer Beauftragter
Parallel dazu stellte Trump eine sogenannte „AI Force“ in Aussicht. Diese Einheit solle gegen die negativen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz vorgehen und dabei auf Grundlage bestehender Strafgesetze handeln. Trump zog dabei einen Vergleich zur „Space Force“, die während seiner ersten Amtszeit geschaffen wurde.
Außerdem kündigte er an, bald einen neuen „KI-Zaren“ zu ernennen – also einen Regierungsbeauftragten für das Thema. Diese Funktion hatte bis März der Unternehmer David Sacks aus dem Silicon Valley übernommen. Er schied aus, nachdem seine Frist als externer Regierungsmitarbeiter ausgelaufen war.
Wie genau die geplante „AI Force“ aussehen soll, blieb zunächst offen. Beobachter sehen in der Ankündigung jedoch einen möglichen ersten Schritt hin zu einer staatlichen Aufsicht über KI in den USA.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber