Bayern

Wiesn-Tag 2: Folgt jetzt der Hammer?

Wiesn-Tag zwei hat es in sich: Gay Sunday, Promi-Almauftrieb und ein Mega-Trachtenzug ziehen durch München.

19.09.2026, 20:14 Uhr

Zweiter Wiesn-Tag mit Tradition, Festzug und Promi-Treff

Am zweiten Tag des Oktoberfests beginnt das Programm schon am Morgen mit dem traditionellen Gay Sunday in der "Bräurosl". Die Veranstaltung hat sich seit den 1970er Jahren als fester Treffpunkt schwuler Männer auf der Wiesn etabliert.

Ab 10.00 Uhr startet außerdem der Trachten- und Schützenzug. Die Strecke führt von der Maximilianstraße bis zur Theresienwiese. Mit einer Länge von rund sieben Kilometern sowie mehr als 9.000 Teilnehmern aus Trachtenvereinen, Musikkapellen, Schützen und weiteren Brauchtumsgruppen zählt der Umzug zu den größten seiner Art weltweit. Mit dabei sind auch festlich geschmückte Gespanne, Kutschen und Motivwagen. Angeführt wird der Zug vom neuen Münchner Kindl Sina Hochreiter zu Pferd.

Am Abend steht dann im Käferzelt der Almauftrieb auf dem Programm, der als eines der exklusivsten gesellschaftlichen Ereignisse des Oktoberfests gilt.

Freundliches Wetter zum Volksfest

Auch für Sonntag sagen die Meteorologen gutes Wiesn-Wetter voraus. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes scheint über weite Strecken die Sonne, erst gegen Abend ziehen Wolken auf. Bereits zum Auftakt am Samstag hatte das freundliche Wetter viele Zehntausende Besucher auf das Festgelände gelockt. Größere Zwischenfälle blieben laut Polizei jedoch aus.

Nachdem es im vergangenen Jahr am zweiten Samstag wegen des großen Andrangs zu heiklen Situationen gekommen war, wurde das Sicherheitskonzept weiter verschärft. Eine neue Koordinierungsstelle auf dem Gelände soll die Besucherströme beobachten, einschätzen und bei Bedarf lenken.

191. Münchner Oktoberfest - Eröffnung
Bis zum 4. Oktober dauert das Spektakel auf der Theresienwiese. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mehr als 50 KI-unterstützte Kameras sollen kritische Menschenansammlungen frühzeitig erkennen. An besonders stark besuchten Tagen kommt zusätzlich ein sogenannter Crowdspotter zum Einsatz, der die Lage beobachtet und wenn nötig per Lautsprecherdurchsage eingreift.

Großaufgebot an Polizei und Sicherheitskräften

Rund 600 Polizeibeamte sowie mehrere Hundert Ordner sind rund um die Wiesn im Einsatz. Auch im Hinblick auf die zuletzt bekannt gewordenen Drohnenvorfälle sieht sich die Polizei gut gerüstet. Unterstützung kommt dabei unter anderem vom neuen Kompetenz- und Abwehrzentrum für Drohnen.

Zusätzlich überwachen etwa 50 Kameras der Polizei nahezu das gesamte Festgelände. Speziell geschulte Fahnder sind unterwegs, um Taschendiebe aufzuspüren. Dennoch mahnt die Polizei zur Vorsicht: Vor allem im Gedränge sollten Besucher gut auf Taschen, Geldbeutel und persönliche Wertgegenstände achten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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