Wirtschaft

Telekom und Hensoldt sollen Drohnen vom Himmel holen

Bis 300 Meter Höhe herrscht im Luftraum fast Blindflug – jetzt soll eine neue Plattform versteckte Drohnen stoppen.

12.06.2026, 16:14 Uhr

Bundesweites System zur Drohnenabwehr geplant

Zum besseren Schutz vor unerlaubten oder feindlichen Drohnen setzt der Staat auf eine Zusammenarbeit mit dem Rüstungselektronik-Unternehmen Hensoldt und der Deutschen Telekom. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) soll ein flächendeckendes Netzwerk zur Erkennung und Abwehr von Drohnen in Deutschland aufgebaut werden.

Kern des Vorhabens ist eine KI-gestützte Plattform. Sie soll Daten aus Mobilfunkmasten mit bestehenden Abwehrsystemen an sensiblen Orten wie Flughäfen, Kraftwerken und Standorten der Bundeswehr verknüpfen. Verschiedene Sensoren erfassen dabei Informationen, die anschließend automatisch analysiert werden. Ziel ist ein bundesweites Lagebild des Luftraums für Drohnen, das als Grundlage für Schutzmaßnahmen dienen soll. Auch Anwendungen anderer Anbieter sollen in das System eingebunden werden können.

DFS-Chef Arndt Schoenemann betonte laut einem Bericht der Welt, dass zum Schutz kritischer Infrastruktur vorhandene Fähigkeiten stärker gebündelt werden müssten. Die teils gezielten Störungen an Flughäfen wertete er als Anzeichen einer hybriden Bedrohungslage. Eine wirksame Reaktion werde bislang jedoch durch unklare Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern erschwert. Aus seiner Sicht braucht es deshalb keine vielen einzelnen Insellösungen, sondern eine zentral gesteuerte Drohnenerkennung und -abwehr, in der alle relevanten Informationen zusammenlaufen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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