Bayern

2025 droht der Wein-Boom

Trotz Frost und Trockenheit legten Bayerns Winzer kräftig zu – warum der große Rekord trotzdem außer Reichweite blieb.

12.06.2026, 12:51 Uhr

Bayerische Winzer steigern Produktion deutlich

Die Weinproduktion in Bayern ist im Jahr 2025 spürbar gestiegen. Nach Angaben des Landesamts für Statistik wurden im Freistaat insgesamt 380.771 Hektoliter Wein einschließlich Traubenmost erzeugt. Der größte Teil davon stammt aus Franken, kleinere Anbaugebiete liegen zudem am Bodensee und im Raum Regensburg.

Im Vergleich zum Vorjahr legte die Erntemenge damit um 70.313 Hektoliter zu. Das entspricht einem Plus von rund 23 Prozent. Knapp 56 Prozent der bayerischen Gesamtmenge entfielen auf Qualitätswein mit Prädikat. Insgesamt wurden damit etwa 38 Millionen Liter Wein produziert – umgerechnet sind das etwas mehr als 50 Millionen Flaschen.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit Trockenheit, Frost und weiteren Belastungen fiel die Erzeugung 2025 höher aus als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024. Für ein Spitzenergebnis reichte es jedoch nicht: Die Marke von 400.000 Hektolitern, die im vergangenen Jahrzehnt häufig überschritten wurde, blieb unerreicht.

Deutsche Weinbranche weiter unter Druck

Ungeachtet der höheren Produktionsmenge bleibt die wirtschaftliche Lage der Winzer angespannt. Der Weinbauverband hatte bereits im Herbst von Kostensteigerungen zwischen 30 und 40 Prozent berichtet. Gleichzeitig sinkt der Weinkonsum in Deutschland: Nach Zahlen des Deutschen Weininstituts lag der Pro-Kopf-Verbrauch im vergangenen Wirtschaftsjahr bei 21,5 Litern. Das sind 0,7 Liter weniger als noch 2023/24 – also etwa eine Flasche pro Person.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen