Wirtschaft

Lufthansa-Ausbau in München nimmt jetzt Fahrt auf

Lufthansa plant Mega-Ausbau in München: Neue Vereinbarung soll Terminal 2 fit für 10 Millionen Extra-Passagiere machen.

20.05.2026, 13:08 Uhr

Lufthansa und Flughafen München vereinbaren Ausbau von Terminal 2

Die Ausbaupläne am Münchner Flughafen nehmen Gestalt an: Lufthansa und der Airport haben eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet, die den Ausbau von Terminal 2 sowie eine enge Zusammenarbeit bis 2056 vorsieht. Nach Angaben des Flughafens schafft die Vereinbarung die Grundlage dafür, die Langstreckenflotte der Lufthansa in München künftig weiter auszubauen.

Inbetriebnahme des Neubaus für 2035 geplant

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte das Vorhaben bereits vor einigen Wochen angekündigt. Mit dem Projekt will die Airline ihre Kapazitäten im internationalen Verkehr um bis zu zehn Millionen Fluggäste jährlich steigern. Der Erweiterungsbau des gemeinsam mit Lufthansa betriebenen Terminals 2 soll nach aktueller Planung im Jahr 2035 fertig sein und in Betrieb gehen.

München ist neben Frankfurt der wichtigste Lufthansa-Standort für internationale Verbindungen. Rund zwei Drittel der Passagiere dort steigen aus anderen Flügen um. Im Unterschied zu Frankfurt ist Lufthansa in München am Betrieb von Terminal 2 direkt beteiligt und kann dadurch stärker Einfluss auf Planung und Abläufe nehmen. Das Terminal wird auch von Tochtergesellschaften und Partner-Airlines des Konzerns genutzt.

Diskussion um dritte Startbahn bleibt ungelöst

Während der Ausbau von Terminal 2 voranschreitet, bleibt ein anderes Großprojekt am Flughafen politisch und gesellschaftlich umstritten: der Bau einer dritten Startbahn. Anwohner und Umweltschützer stellen sich seit Jahren klar gegen das Vorhaben. CSU und Freie Wähler hatten das Projekt in ihren Koalitionsverhandlungen auf Eis gelegt, weil keine Einigung erzielt wurde. Zwar verfügt der Flughafen über ein unbefristetes Baurecht, doch die Debatte ist nicht beendet. Spohr hatte zuletzt betont, dass langfristig auch eine dritte Startbahn notwendig sein werde.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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