Zahl der Unternehmensinsolvenzen verharrt auf hohem Niveau
Die Zahl der bei deutschen Amtsgerichten gemeldeten Firmeninsolvenzen hat sich zuletzt kaum verändert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts zeigten im Februar 2.053 Unternehmen Zahlungsunfähigkeit an. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In den Monaten Dezember und Januar waren im Jahresvergleich noch deutlichere Zuwächse verzeichnet worden.
Besonders stark betroffen blieb erneut das Gastgewerbe: Dort kamen im Februar 9,7 Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen. Noch höher lag die Quote im Bereich Verkehr und Lagerei mit 11,1 Fällen je 10.000 Firmen. Die offenen Forderungen der Gläubiger summierten sich insgesamt auf 2,5 Milliarden Euro und lagen damit klar unter dem Niveau des Vorjahres, als noch 9,0 Milliarden Euro im Raum standen.
Allerdings ist noch nicht sicher, ob sämtliche gemeldeten Verfahren später auch vollständig in die amtliche Statistik einfließen. Wie das Bundesamt erläutert, liegt der eigentliche Insolvenzantrag häufig fast drei Monate vor der statistischen Erfassung.
Weiter keine Entwarnung
Von einer dauerhaften Beruhigung kann dennoch keine Rede sein. Nach aktuellen Daten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), das die Entwicklung monatlich auswertet, stieg die Zahl der Insolvenzen bei Personen- und Kapitalgesellschaften im April auf 1.776. Das waren drei Prozent mehr als im März und zehn Prozent mehr als im April des Vorjahres. Bereits für das erste Quartal hatten die Forscher den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten festgestellt.
Für das Jahr 2025 meldete das Statistische Bundesamt insgesamt 24.064 Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. Das waren gut zehn Prozent mehr als im Jahr davor und zugleich der höchste Wert seit 2014. Schon in den Jahren 2023 und 2024 war die Zahl der Firmenpleiten jeweils um mehr als 20 Prozent gestiegen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion