Weitere Veränderung bei Playmobil
Bei Playmobil setzt sich die Unruhe fort: Nach dem Ende der Produktion in Deutschland verlässt nun auch Vorstandsmitglied Bahri Kurter das Unternehmen mit Sitz in Zirndorf in Mittelfranken. Ein Sprecher der Horst Brandstätter Group erklärte, die Position solle zeitnah neu besetzt werden. Weitere Details zu den Hintergründen nannte das Unternehmen nicht.
Zunächst hatten die Nürnberger Nachrichten über Kurters Ausscheiden berichtet. Er war seit 2023 im Vorstand für die Bereiche Entwicklung, Marketing und Vertrieb verantwortlich. Die beiden Vorstände René Feser und Matthias Fauser bleiben dem Sprecher zufolge im Amt und führen weiterhin das operative Geschäft.
Die Marke Playmobil, bekannt für ihre Figuren und Themenwelten, leidet bereits seit längerer Zeit unter rückläufigen Einnahmen. Infolge dieser Entwicklung wurden im In- und Ausland insgesamt 700 Stellen gestrichen. Ende Juni schloss der Hersteller außerdem sein letztes deutsches Werk im mittelfränkischen Dietenhofen, wodurch 350 Beschäftigte ihre Arbeit verloren. Produziert wird Playmobil damit nur noch in Malta und Tschechien.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber