Wirtschaft

Ölpreise schießen hoch – neue US-Angriffe am Golf

Neue US-Angriffe treiben den Ölpreis hoch – droht jetzt der nächste Schock für Handel, Spritpreise und Lieferketten?

13.07.2026, 08:24 Uhr

Ölpreise steigen nach neuer US-Angriffswelle deutlich

Die Ölpreise haben zum Wochenauftakt spürbar angezogen, nachdem das US-Militär eine weitere Angriffswelle geflogen hatte. Am frühen Montagmorgen verteuerte sich ein Barrel (159 Liter) Brent-Öl zur Lieferung im September um 4,46 Prozent auf 79,40 US-Dollar. Seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe in der Nacht zum Mittwoch war es bereits der vierte Einsatz dieser Art.

Nach Angaben des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom ist die jüngste Angriffswelle inzwischen beendet. Auf der Plattform X erklärte das Kommando, mit Präzisionsmunition seien Dutzende Ziele getroffen worden. Zugleich hob Centcom die große Bedeutung der Straße von Hormus für den globalen Handel hervor und betonte, dass die Meerenge nicht unter iranischer Kontrolle stehe. Die US-Streitkräfte seien bereit, die freie zivile Schifffahrt zu schützen – auch gegen das, was Centcom als ungerechtfertigte iranische Aggression, Einschüchterung und Drohungen bezeichnete.

Der Iran hatte am Sonntag mitgeteilt, die wichtige Wasserstraße werde „bis auf Weiteres“ geschlossen. Gleichzeitig griffen die Streitkräfte der Islamischen Republik mit Drohnen und Raketen Verbündete der USA im Nahen Osten an, darunter Jordanien und Katar. Aus Kuwait hieß es zudem, eine Offshore-Bohrplattform sei getroffen und beschädigt worden.

Nach Einschätzung von Saul Kavonic, Senior-Energieanalyst bei MST Marquee, verschärft sich die Lage zwar weiter, sie liege aber noch klar unterhalb eines offenen Krieges. Gegenüber Bloomberg sagte er, die Ölpreise dürften moderat weiter steigen, solange die Angriffe anhalten und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus beeinträchtigt bleibt.

Bereits in den ersten Wochen und Monaten des Konflikts war Öl erheblich teurer geworden. Zeitweise kostete ein Barrel Brent mehr als 126 US-Dollar.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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