Wirtschaft

Nur 3 Cent noch: Diesel fast wieder auf Vorkriegsniveau

Sprit wird billiger – doch der große Preisvergleich täuscht. Warum der ADAC trotz sinkender Kosten weiter Alarm schlägt.

18.06.2026, 10:38 Uhr

Seit der Beruhigung der Lage im Nahen Osten fallen die Kraftstoffpreise in Deutschland deutlich und nähern sich wieder dem Stand von vor Beginn des Krieges. Nach Angaben des ADAC lag der bundesweite Tagesdurchschnitt für Diesel am Mittwoch nur noch 3 Cent je Liter über dem Preis vom 27. Februar, also dem letzten Tag vor Kriegsbeginn. Super E10 war noch 6,2 Cent teurer. Erste Zahlen vom Donnerstagmorgen deuten zudem auf einen weiteren Rückgang hin.

Dieselpreis sinkt besonders stark

Beim Diesel setzte sich der Abwärtstrend zuletzt besonders klar fort. Ein Liter kostete am Mittwoch im Schnitt 1,776 Euro und damit 2,1 Cent weniger als am Dienstag. Das war bereits der neunte Rückgang in Folge. Innerhalb einer Woche verbilligte sich Diesel damit um 7,6 Cent pro Liter.

Auch Super E10 wurde günstiger. Am Mittwoch lag der Durchschnittspreis bei 1,84 Euro je Liter, ein Minus von 1,4 Cent im Vergleich zum Vortag. Nach fünf aufeinanderfolgenden Preisrückgängen ergibt sich hier auf Wochensicht ein Abschlag von 3,1 Cent.

Auch am Donnerstag setzt sich der Trend fort

Die Entwicklung zeigte am Donnerstagmorgen weiter nach unten. Um 8.45 Uhr war Diesel laut ADAC nochmals 1,9 Cent günstiger als zur gleichen Zeit am Vortag. Für E10 wurde ein Rückgang um 1 Cent registriert.

Sollte diese Tendenz anhalten, könnte Diesel schon bald wieder unter das Niveau von vor Kriegsbeginn sinken. Dabei spielt allerdings auch der Tankrabatt eine wichtige Rolle, durch den die Steuerbelastung pro Liter um 16,7 Cent reduziert wird.

Der ADAC sieht dennoch weiteren Spielraum für sinkende Preise. Nach Einschätzung des Verkehrsclubs befinden sich sowohl der Ölpreis als auch die Kraftstoffpreise derzeit etwa auf dem Niveau von Anfang März. Damals habe der Tankrabatt allerdings noch nicht gegolten. Daraus werde deutlich, dass bei den Spritpreisen noch weiteres Senkungspotenzial vorhanden sei. Zusätzlich gab auch der Ölpreis am Donnerstagmorgen weiter nach, nachdem die USA und der Iran ein Rahmenabkommen unterzeichnet hatten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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