China hat nach dem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Staats- und Parteichef Xi Jinping von Fortschritten in den Handelsgesprächen mit den Vereinigten Staaten berichtet. Das Handelsministerium in Peking erklärte, beide Seiten hätten vorläufige Ergebnisse bei Zöllen, Agrarthemen und im Luftfahrtbereich erzielt. Über Einzelheiten solle jedoch weiter verhandelt werden.
Nach Angaben aus Peking wollen beide Länder zudem einen Handelsrat und einen Investitionsrat einrichten. Im Handelsrat sollen demnach auch mögliche Zollsenkungen für bestimmte Produkte erörtert werden. Grundsätzlich bestehe Einigkeit darüber, Zölle auf ausgewählte Waren in vergleichbarem Umfang zu senken. Auch beim Agrarhandel deutete die chinesische Seite Fortschritte an.
Die USA hatten über diese Gremien bereits zuvor informiert. In einem Faktenpapier bezeichnete das Weiße Haus den Handelsrat und den Investitionsrat nun als „Eckpfeiler“ einer „historischen Vereinbarung“. Der Handelsrat soll demnach den Austausch von Waren in unbedenklichen Bereichen koordinieren. Der Investitionsrat wiederum ist als Forum auf Regierungsebene für investitionsbezogene Fragen vorgesehen.
Peking nennt keine konkreten Zahlen
Außerdem sprach das chinesische Handelsministerium von Verständigungen über chinesische Käufe von Flugzeugen aus den USA sowie über die Lieferung von Triebwerken und Ersatzteilen nach China. Trump hatte zuvor erklärt, China werde 200 Maschinen des US-Herstellers Boeing erwerben.
Das Weiße Haus führt diesen Boeing-Kauf ebenfalls als Ergebnis von Trumps China-Reise auf. In dem Papier aus Washington heißt es darüber hinaus, China wolle in den kommenden zwei Jahren jeweils Agrarprodukte im Wert von mindestens 17 Milliarden US-Dollar kaufen. Für das laufende Jahr solle dieser Betrag anteilig gelten. Nach US-Angaben kommt diese Zusage zusätzlich zu einer früheren Vereinbarung über den Kauf von Sojabohnen hinzu.
Insgesamt bleibt die Darstellung aus China zurückhaltender als die aus Washington. Während die US-Seite konkrete Summen und Bestellvolumina nennt, machte Peking weiterhin keine genauen Angaben zu Umfang, Wert oder Zeitplan der Vereinbarungen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion