Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland wünscht sich einer Umfrage zufolge auch nach dem absehbaren Auslaufen des Tankrabatts weitere Maßnahmen gegen die hohen Preise. Nach Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sind 49 Prozent der Ansicht, dass es danach auf jeden Fall neue Entlastungen geben sollte. Weitere 21 Prozent stimmen dem eher zu. 22 Prozent halten zusätzliche Hilfen dagegen eher nicht für notwendig.
Der Tankrabatt gilt seit Anfang Mai und soll nach dem Willen der schwarz-roten Koalitionsfraktionen nicht über den vorgesehenen Termin am 30. Juni hinaus verlängert werden. Dennoch würden laut Umfrage 62 Prozent eine Fortsetzung für sehr oder eher sinnvoll halten. 30 Prozent sehen das hingegen als gar nicht oder eher nicht sinnvoll an.
Für die Befragung wurden vom 12. bis 15. Juni insgesamt 2.154 Personen ab 18 Jahren repräsentativ befragt. Die Umfrage lief damit teilweise bereits zu dem Zeitpunkt, als am 14. Juni bekannt wurde, dass im Iran-Krieg womöglich ein Abkommen mit möglichen Auswirkungen auf die Energiepreise in Sicht sein könnte.
Größere Zustimmung für andere Maßnahmen
Noch mehr Rückhalt gibt es für andere diskutierte Entlastungen:
- Preisobergrenze für Kraftstoffe: 75 Prozent halten das für tendenziell sinnvoll, 18 Prozent für eher nicht sinnvoll.
- Senkung der Stromsteuer: 86 Prozent befürworten diesen Schritt, 9 Prozent lehnen ihn ab.
- Niedrigere Mehrwertsteuer auf Lebensmittel: 89 Prozent sprechen sich dafür aus, 8 Prozent halten das für nicht sinnvoll.
Gemischte Bilanz beim Tankrabatt
Die persönliche Wirkung des Tankrabatts bewerten die Befragten unterschiedlich. 9 Prozent sagen, die Maßnahme habe sie deutlich entlastet. 40 Prozent berichten von einer leichten Entlastung. 27 Prozent haben nach eigener Einschätzung gar nichts davon gespürt. 22 Prozent gaben an, nicht zu tanken oder kein Auto zu nutzen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion