Berlin

Hitze-Hype: Berliner Eiswürfelboss schiebt Überstunden

Hitzewelle, Frappé-Fieber, Aperol-Durst: Dieses unscheinbare Produkt ist plötzlich heiß begehrt – tonnenweise aus Berlin.

20.06.2026, 04:00 Uhr

Hohe Nachfrage nach Eiswürfeln in Berlin

Bei Jan Püschel steht das Telefon derzeit kaum still. Der Grund: In Berlin ist es heiß, und viele Betriebe brauchen dringend Eiswürfel. Der 53-jährige Geschäftsführer sagte, dass aktuell sämtliche Maschinen im Dauereinsatz seien. Auch alle sieben Lieferfahrzeuge seien unterwegs. An diesem Tag würden rund 13 Tonnen Eis produziert. Sogar für den Abend sei noch kurzfristig eine Bestellung eingegangen. Sollte das warme Wetter anhalten, rechnet Püschel mit vielen zusätzlichen Arbeitsstunden für sein Team.

Sein Unternehmen „Iceman“ versorgt vor allem Clubs, Bars und Biergärten mit größeren Mengen Eis. Im Sortiment finden sich klassische Würfel, runde Varianten und weitere Formen. Ein Teil der Eisstücke werde noch immer in Handarbeit zugeschnitten.

Besonders kühl ist es derzeit in der Lagerhalle der Firma: Dort herrschen etwa minus 12 Grad. In einer benachbarten Halle wird zudem eine neue Produktionsanlage aufgebaut. Künftig sollen die Eiswürfel dort automatisch geschnitten werden.

Für Püschel wäre ein Sommer mit konstant warmen Temperaturen ideal. Die derzeitigen starken Schwankungen machten die Planung schwierig – nicht nur für ihn selbst, sondern auch für die Gastronomie.

Neben der Hitze sorgen auch Trendgetränke wie Frappé oder Bubble Tea für zusätzliche Nachfrage. Sobald die Temperaturen steigen, schnellen die Bestellungen nach seinen Worten innerhalb kurzer Zeit massiv nach oben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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