Wirtschaft

KNDS-Deal? Regierung will jetzt 50 Prozent

Greift der Bund nach KNDS? Berlin will 50 Prozent am Panzerbauer – doch der Deal ist offenbar noch nicht fix.

06.11.2026, 13:25 Uhr

Die Bundesregierung führt nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums weiterhin Gespräche über einen Einstieg beim deutsch-französischen Rüstungsunternehmen KNDS. Eine Sprecherin sagte in Berlin, man befinde sich dazu in konstruktiven Verhandlungen mit der Eigentümerfamilie. Ziel sei es, gegenüber Frankreich auf gleicher Ebene aufzutreten und deshalb ebenfalls 50 Prozent der Anteile zu halten. Zu konkreten Vertragsinhalten äußerte sie sich mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen nicht.

KNDS stellt unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 sowie die Panzerhaubitze 2000 her. Nach früheren Angaben des Verteidigungsministeriums zählt das Unternehmen zu den wichtigsten Lieferanten der Bundeswehr. Mit einer Beteiligung des Bundes sollen vor allem Schlüsseltechnologien, Arbeitsplätze und Produktionsstandorte in Deutschland abgesichert werden. Das Handelsblatt hatte zuletzt berichtet, dass die Vereinbarung noch im November unterschriftsreif sein könnte.

Der Konzern war 2015 aus dem Zusammenschluss von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Rüstungsunternehmen Nexter hervorgegangen. Der Name KNDS steht für KMW Nexter Defense Systems. Derzeit gehören jeweils 50 Prozent des Unternehmens der deutschen Eigentümerfamilie hinter Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Staat. KNDS beschäftigt mehr als 11.000 Menschen und setzte im Geschäftsjahr 2025 rund 4,4 Milliarden Euro um.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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