Rekord bei Fahrgastzahlen im bayerischen Regionalverkehr
Die Menschen in Bayern haben im vergangenen Jahr so viele Fahrten mit Regionalzügen und S-Bahnen unternommen wie noch nie zuvor. Nach Angaben des bayerischen Verkehrsministeriums summierte sich die zurückgelegte Strecke der Fahrgäste auf knapp 13 Milliarden Personenkilometer. Damit wurde der bisherige Höchststand von 12,4 Milliarden Personenkilometern aus dem Jahr 2024 um rund vier Prozent übertroffen. Auf nahezu allen Strecken seien deutliche Zuwächse bei den Fahrgastzahlen verzeichnet worden.
Bereits im Oktober hatte Verkehrsminister Christian Bernreiter darauf hingewiesen, dass auch das Angebot im Jahr 2025 ausgeweitet worden sei. Die Zahl der Fahrplankilometer sei bayernweit im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent gestiegen. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeute das mehr Verbindungen mit Bus und Bahn.
Bernreiter verlangt mehr Geld vom Bund
Angesichts der Entwicklung forderte Bernreiter die Bundesregierung auf, den öffentlichen Nahverkehr stärker zu unterstützen. Wegen zuletzt stark gestiegener Kosten, etwa für Energie und Trassenpreise, sei das Angebot bundesweit gefährdet, falls der Bund nicht ausreichend gegensteuere. Der Bundesfinanzminister dürfe die hohe Nachfrage nicht ignorieren, mahnte der CSU-Politiker.
Sollte Finanzminister Lars Klingbeil keine zusätzlichen Mittel bereitstellen, käme das nach Bernreiters Auffassung faktisch einer Kürzung sozialer Leistungen gleich. Der Minister betonte, dass staatlich geförderter Nahverkehr Mobilität für viele Menschen bezahlbar mache. Angesichts der derzeit hohen Kraftstoffpreise rechnet er zudem damit, dass die Nachfrage nach Bahnfahrten weiter steigen wird.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber