Wirtschaft

Iran-Krieg treibt Ryanair-Kosten dramatisch nach oben

Ryanair macht Milliarden – doch O'Leary warnt plötzlich. Was hinter der düsteren Ansage trotz Rekordzahlen steckt.

18.05.2026, 08:07 Uhr

Ryanair warnt vor steigenden Kosten im laufenden Geschäftsjahr

Ryanair stellt sich infolge des Kriegs im Iran auf spürbar höhere Ausgaben ein. Nach Angaben der irischen Airline dürften vor allem Kerosin, Personalkosten und die Wartung der Flugzeuge teurer werden. Zwar erzielte Europas größter Billigflieger im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr einen unerwartet hohen Gewinn in Milliardenhöhe. Einen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr wollte Konzernchef Michael O’Leary dennoch nicht geben – obwohl nach Unternehmensangaben rund 80 Prozent der Treibstoffkosten abgesichert sind.

O’Leary erklärte, für eine belastbare Gewinnprognose sei es derzeit noch zu früh. Der weitere Verlauf des Geschäftsjahres hänge stark von äußeren Faktoren ab. Dazu zählten eine mögliche Zuspitzung der Lage im Nahen Osten, der russische Krieg gegen die Ukraine, Risiken bei der Versorgung mit Kerosin sowie dauerhaft hohe Preise für den nicht abgesicherten Treibstoffbedarf. Eine genauere Einschätzung erhofft sich der Ryanair-Chef mit Vorlage der nächsten Quartalszahlen im Juli.

Im vergangenen Geschäftsjahr legte der Umsatz des Unternehmens dank steigender Passagierzahlen und höherer Ticketpreise um elf Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zu. Der Nettogewinn wuchs um mehr als ein Drittel auf knapp 2,2 Milliarden Euro. Bereinigt um eine in Italien verbuchte Strafzahlung belief sich der Gewinn auf 2,26 Milliarden Euro und lag damit weiterhin über den Erwartungen der Analysten. Gegen die von der italienischen Wettbewerbsbehörde verhängte Geldbuße geht Ryanair weiter vor. Bislang wurde lediglich rund ein Drittel der geforderten Summe als Sondereffekt verbucht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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