Wirtschaft

Hier boomen E-Autos besonders

Stromer-Boom trotz Krise: In zwei Bundesländern fährt fast jedes neue Auto schon elektrisch – und genau dort überrascht es am meisten.

16.10.2026, 04:30 Uhr

Elektroautos: Rheinland-Pfalz führt bei Neuzulassungen, Hamburg bildet Schlusslicht

Elektroautos gewinnen in Deutschland weiter an Bedeutung, allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes verzeichnet Rheinland-Pfalz im laufenden Jahr den höchsten Anteil an E-Autos unter den Neuzulassungen. Dort fahren 33,1 Prozent der seit Januar neu angemeldeten Pkw ausschließlich elektrisch. Auch in Schleswig-Holstein ist der Anteil mit 32,6 Prozent ähnlich hoch.

Auf Rang drei folgt Niedersachsen mit 29,8 Prozent. In diesem Bundesland könnte die starke Stellung auch damit zusammenhängen, dass neben Privatkunden ebenso Unternehmen die Zulassungszahlen prägen. Ähnliches gilt wohl für Baden-Württemberg, das mit 29,7 Prozent knapp dahinter liegt und Heimat von Mercedes und Porsche ist. Nordrhein-Westfalen kommt auf 29,3 Prozent, Bremen auf 28,9 Prozent.

Nahe am bundesweiten Mittel von 27,2 Prozent liegen Bayern, Berlin, Brandenburg und das Saarland.

Hamburg hat den geringsten E-Auto-Anteil

Am unteren Ende des Rankings steht Hamburg. Dort liegt der Anteil elektrisch betriebener Neuwagen im bisherigen Jahresverlauf bei nur 16,9 Prozent – also etwas mehr als jedes sechste Fahrzeug. Ebenfalls vergleichsweise niedrige Werte melden Sachsen mit 21,6 Prozent und Sachsen-Anhalt mit 21,7 Prozent. Thüringen erreicht 22,4 Prozent, Hessen 22,5 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern 23,2 Prozent.

Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ist der Anteil von Elektroautos jedoch in allen Bundesländern gestiegen. Im Bundesdurchschnitt beträgt das Plus 9,1 Prozentpunkte. Viele Länder bewegen sich in etwa auf diesem Niveau, einige weichen aber deutlich davon ab.

Den stärksten Zuwachs verbucht erneut Rheinland-Pfalz: Dort legte die Quote um 13,8 Prozentpunkte zu. Auch das Saarland mit 12,9 Punkten und Schleswig-Holstein mit 11,7 Punkten verzeichneten kräftige Anstiege. Deutlich schwächer fiel das Wachstum in Hamburg mit 3,8 Punkten aus. Hessen kam auf 6,8 Punkte, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt jeweils auf 7,6 Prozentpunkte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen