Wirtschaft

Goldpreis dreht auf – Seit Tief schon elf Prozent Plus

Gold zieht wieder an – vom Rekord noch weit entfernt. Warum Experten plötzlich doch auf einen neuen Schub setzen

17.08.2026, 08:48 Uhr

Der Goldpreis hat seinen Aufwärtstrend zum Start in die neue Woche fortgesetzt. In der Nacht zum Montag stieg der Preis für eine Feinunze Gold zeitweise erneut über 4.400 Dollar. Zwar fiel die Notierung danach leicht zurück, mit 4.394 Dollar lag sie aber immer noch 0,4 Prozent über dem Niveau vom Freitagabend.

Seit dem Jahrestief von 3.943 Dollar Ende Juni summiert sich das Plus damit auf gut elf Prozent. Trotz dieser Erholung liegt der Goldpreis weiterhin deutlich unter dem Rekordstand vom Jahresanfang: Im Vergleich zu Ende Januar kostet die Feinunze derzeit rund 1.200 Dollar beziehungsweise etwas mehr als 20 Prozent weniger.

Damals hatte Gold mit knapp 5.600 Dollar je Feinunze einen historischen Höchststand erreicht. Innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren hatte sich der Kurs damit nahezu verdreifacht – eine außergewöhnliche Entwicklung für diese Anlageklasse. Als Treiber galten unter anderem geopolitische Konflikte, Handelsstreitigkeiten, sinkende Zinsen, hohe Staatsverschuldung und starke Käufe durch Notenbanken.

Für die kommenden Monate rechnen einige Marktbeobachter mit weiter steigenden Preisen. Eine schnelle Rückkehr über die Marke von 5.000 Dollar halten viele Experten jedoch für eher unwahrscheinlich. Im Durchschnitt erwarten Analysten bis zum Jahresende einen Goldpreis von knapp 4.500 Dollar je Feinunze. Zu den optimistischeren Stimmen zählen die Fachleute der US-Investmentbank Goldman Sachs, die ihr Kursziel für Dezember auf 4.900 Dollar festgelegt haben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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