Wirtschaft

Gewinn-Comeback: Opel-Mutter überrascht alle

Stellantis überrascht nach Milliardencrash mit Gewinn und 11 Prozent mehr Absatz – doch ein teures US-Erbe droht weiter.

30.04.2026, 09:24 Uhr

Stellantis startet mit Gewinn ins neue Jahr

Nach dem massiven Milliardenverlust im Jahr 2025 hat der Opel-Mutterkonzern Stellantis im ersten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Wie das Unternehmen mitteilte, stieg der weltweite Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 38,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Quartalsgewinn von 377 Millionen Euro, nachdem im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch ein Minus von 387 Millionen Euro angefallen war. Auch der Absatz des Konzerns mit Marken wie Fiat, Peugeot, Jeep und Opel legte deutlich zu und erhöhte sich um 11 Prozent auf 1,365 Millionen Fahrzeuge.

Im vergangenen Jahr hatte Stellantis einen Verlust von 22,3 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Ausschlaggebend waren vor allem hohe Abschreibungen im Zusammenhang mit der Elektroauto-Strategie in den USA. Belastet wurde das Geschäft dort unter anderem durch den Wegfall von Förderungen unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump sowie durch eine schwächere Nachfrage. Die Folgen dieser Krise dürften den Konzern weiterhin viel Geld kosten. Im ersten Quartal verzeichnete Stellantis einen Abfluss freier Mittel von 1,9 Milliarden Euro.

Konzernchef Antonio Filosa steht nun vor der Aufgabe, das Unternehmen zu stabilisieren und wieder auf einen nachhaltigeren Kurs zu bringen. Laut Mitteilung setzt er darauf, dass zehn neue Modelle, die noch in diesem Jahr eingeführt werden sollen, zusätzliche Impulse liefern.

An seiner Prognose für das Gesamtjahr hält Stellantis fest. Erwartet wird ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die bereinigte operative Marge soll im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen. Bereits im laufenden Geschäft hatte der Konzern im Vorjahr Verluste verzeichnet.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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