Wirtschaft

Gericht stoppt Booking im Kampf um eTraveli

Mit wenigen Klicks zur Reise – doch was plant Booking wirklich? Beim Ausbau der Flugbuchungen wachsen die Sorgen.

09.09.2026, 11:41 Uhr

Booking darf eTraveli vorerst nicht übernehmen

Das Buchungsportal Booking ist mit dem Versuch gescheitert, den Konkurrenten eTraveli zu kaufen. Das EU-Gericht in Luxemburg bestätigte eine Entscheidung der EU-Kommission aus dem Jahr 2023, wonach die geplante Übernahme den Wettbewerb spürbar einschränken würde.

Die Kommission hatte den Zusammenschluss untersagt, weil sie Nachteile für Hotels und womöglich auch für Verbraucher befürchtete. Zur Begründung hieß es damals, Booking sei im Europäischen Wirtschaftsraum das führende Hotelportal, während eTraveli zu den bedeutendsten Anbietern für Flugbuchungen in Europa gehöre. Durch die Verbindung beider Angebote könnte Booking seine Plattform weiter stärken, etwa weil Kunden nach einer Flugreservierung häufig auch eine Unterkunft suchen.

Flüge sind bei Booking schon länger verfügbar

Schon heute können Nutzer über Booking Flüge finden. Bereits vor der angekündigten Übernahme nutzte das Unternehmen in begrenztem Umfang Flugangebote von eTraveli auf seiner Website.

Booking hatte vorgebracht, dass die Fusion Effizienzvorteile mit sich bringen würde. Nach Auffassung der EU-Kommission reichen diese jedoch nicht aus, um die befürchteten Nachteile für den Wettbewerb auszugleichen. Das Gericht schloss sich dieser Einschätzung an.

Gegen das Urteil ist allerdings noch ein weiteres Rechtsmittel möglich: Der Fall kann noch vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) gebracht werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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