Tatverdächtiger nach tödlicher Messerattacke in Regensburg wieder in Haft
Nach der tödlichen Messerattacke in einer Regensburger Bank sitzt der Verdächtige bis zum Prozess nun doch nicht mehr in einer psychiatrischen Klinik, sondern wieder im Gefängnis. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte, hob das Amtsgericht Regensburg auf Antrag der Anklagebehörde den bisherigen Unterbringungsbefehl auf und erließ stattdessen Haftbefehl. Zuerst hatte die Mittelbayerische Zeitung darüber berichtet.
Der junge Mann, dem vorgeworfen wird, im Juli während eines Raubüberfalls einen Bankangestellten getötet zu haben, kehrt damit in die Untersuchungshaft zurück. Unmittelbar nach seiner Festnahme war er zunächst inhaftiert worden, später jedoch nach einer ersten kurzen Einschätzung eines Gutachters in eine psychiatrische Einrichtung verlegt worden.
Neuer Gutachter sieht volle Schuldfähigkeit
Inzwischen kommt eine neue, weiterhin vorläufige Bewertung eines forensisch-psychiatrischen Sachverständigen zu einem anderen Ergebnis. Demnach soll beim Beschuldigten zum Zeitpunkt der Tat weder Schuldunfähigkeit noch eine verminderte Schuldfähigkeit vorgelegen haben.
Gegen den deutschen Tatverdächtigen, der zum Zeitpunkt des Vorfalls 20 Jahre alt war, wird wegen Mordes sowie versuchter schwerer räuberischer Erpressung ermittelt.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll er die Bankfiliale im Westen Regensburgs mit einem Küchenmesser betreten haben. Dort habe er einem Mitarbeiter einen Zettel gezeigt, mit dem er Geld verlangte. Nur wenige Augenblicke später soll er mehrfach auf den Angestellten eingestochen haben. Das Opfer erlag kurz darauf seinen Verletzungen. Weil sich außerdem weitere Menschen in dem Gebäude befanden, lief ein stundenlanger Großeinsatz der Polizei mit Hunderten Beamten und Spezialkräften.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber