SK Hynix steigert Gewinn dank KI-Boom massiv
Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller SK Hynix hat im dritten Quartal seinen Betriebsgewinn im Jahresvergleich auf mehr als das Siebenfache erhöht. Nach Angaben des Unternehmens belief sich das operative Ergebnis auf umgerechnet etwa 56 Milliarden Euro. Ausschlaggebend ist vor allem das florierende Geschäft rund um Künstliche Intelligenz.
Mit diesem Ergebnis übertraf SK Hynix die ohnehin hohen Erwartungen der Analysten. Die Aktie legte im frühen Handel zeitweise um 2,7 Prozent zu, gab einen Teil der Gewinne später jedoch wieder ab. Seit Ende 2025 hat sich der Börsenwert des Unternehmens dennoch mehr als verdoppelt, auch wenn die Aufbruchsstimmung seit dem Sommer etwas abgeflaut ist. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 660 Milliarden Euro gehört SK Hynix inzwischen zu den wertvollsten Konzernen weltweit.
Hohe Nachfrage nach HBM-Chips treibt das Geschäft
Wesentlicher Wachstumsmotor ist die starke Nachfrage nach sogenannten High Bandwidth Memory-Chips, kurz HBM. Diese Hochleistungsspeicher werden vor allem für KI-Systeme und die dafür nötige Infrastruktur benötigt. SK Hynix zählt in diesem Bereich zu den führenden Anbietern weltweit. Zu den wichtigsten Abnehmern gehört der US-Konzern Nvidia. Nach Einschätzung des Unternehmens dürfte die Nachfrage nach Speicherchips das Angebot noch bis 2030 übersteigen.
Chipindustrie stützt Südkoreas Wirtschaft
Auch für die südkoreanische Volkswirtschaft spielt der Halbleiterboom eine immer größere Rolle. Neue Konjunkturdaten zeigen, dass das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um ein Prozent gewachsen ist. Nach Einschätzung der Zentralbank ging etwa die Hälfte dieses Wachstums auf die Halbleiterbranche zurück.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber